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9-Euro-Ticket kommt im Juni: Das sind die Bedingungen



9-Euro-Ticket kommt im Juni: Das sind die Bedingungen

Der Verkehrsverbund Region Braunschweig nennt weitere Details bei der Umsetzung in unserer Region.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Axel Otto

Region. Ab Juni soll es soweit sein: Dann soll es für drei Monate das sogenannte 9-Euro-Ticket geben, mit dem man für 9 Euro einen ganzen Monat lang im gesamten Bundesgebiet den ÖPNV sowie den Regionalverkehr der Bahn nutzen kann. In unserer Region ist der Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) mit der Umsetzung betraut. Am heutigen Freitag wurden im Rahmen eines Pressegesprächs Einzelheiten zu den Bedingungen genannt.



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Die Tickets sind jeweils für die Monate Juni, Juli und August einzeln oder insgesamt für 27 Euro erhältlich. Flexible Zeiten - etwa von Mitte Juni bis Mitte Juli - sind nicht möglich. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos mit. Ab diesem Alter muss der volle Preis gezahlt werden, informierten die beiden Geschäftsführer des VRB Jörg Reincke und Ralf Sygusch sowie Stefan Bartels vom Regionalverband.



Wo gibt es das Ticket?


Die Tickets sollen voraussichtlich ab dem 20. Mai erhältlich sein. Kaufen kann man sie als Handy-Ticket, an den Verkaufsstellen, den Ticket-Automaten oder beim Busfahrer. Die Tickets müssen mit Namen ausgefüllt werden, sind nicht übertragbar und nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig, der bei einer Kontrolle vorgezeigt werden muss.


So soll das 9-Euro-Ticket aussehen.
So soll das 9-Euro-Ticket aussehen. Foto: Verkehrsverbund Region Braunschweig GmbH


Das 9-Euro-Ticket gilt deutschlandweit in allen Bussen, S- und U-Bahnen, Straßenbahnen und Züge des Nah- und Regionalverkehrs. Im Gebiet des VRB auch im flexo. Ausgenommen sind die Züge des Fernverkehr ICE / IC / EC. Bei Fahrten im Verbundgebiet können Hunde kostenfrei mitgenommen werden. Für ein Fahrrad wird eine Fahrradtageskarte benötigt.


Was ist mit Abos?


Doch was ist mit Inhabern einer Abo-Karte? Diese müssen sich um nichts kümmern, verspricht der VRB. Für die betroffenen Monate werde entsprechend weniger Geld eingezogen. Auch Studenten sollen eine Rückerstattung für das Semesterticket erhalten. Hier sei man in Verhandlung mit dem Studentenwerk. Eine kleinteilige Kulanzregelung werde es allerdings nicht geben. Das heißt, wer bereits eine Monatskarte bezahlt hat, die teilweise in den Juni reicht, bekommt nichts erstattet. Bestimmte Sonderkonditionen wie Mitnahmeregelungen behalten ihre Gültigkeit. Dies gelte allerdings nur im Bereich des Verbundgebietes. Generell solle man sich bei Fahrten in andere Regionen über die dortigen Bedingungen informieren.

Das Ticket, wie es in der App „VRB Fahrinfo & Ticket“ aussieht
Das Ticket, wie es in der App „VRB Fahrinfo & Ticket“ aussieht Foto: Verkehrsverbund Region Braunschweig GmbH


"Frust nicht auszuschließen"


Die Verantwortlichen hoffen, dass die Aktion auch nach den drei Monaten dazu führt, den ÖPNV mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Dabei gibt man zu bedenken, dass neben günstigen Preisen auch ein gutes Angebot wichtig sei. Für das 9-Euro-Ticket erwarte man eine große Nachfrage, die aber noch nicht genau bezifferbar sei. Dies könne zu Kapazitätsengpässen führen. "Wir können Frust aufgrund zu voller Busse und Bahnen nicht ausschließen", so Ralf Sygusch. Den finanziellen Verlust wolle der Bund ausgleichen, die genauen Bedingungen würden aber noch verhandelt. Zudem müsse dieser auch erst im Nachgang ermittelt werden. Vermutlich wäre es einfacher gewesen, man hätte die Leute drei Monate lang umsonst ohne Ticket fahren lassen, so der VRB.


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