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Ärger ums Löwentor in Wolfenbüttel: Großmieter macht Probleme



Wolfenbüttel

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Ärger ums Löwentor: Großmieter macht Probleme

Das Löwentor wird auch in der kommenden Ratsperiode die Politik beschäftigen.

von Anke Donner, Werner Heise und Thomas Stödter


Ralf Achilles und regionalHeute.de-Chefredakteur Werner Heise im Gespräch über das Löwentor Foto: Thomas Stödter / Video: Thomas Stödter

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Wolfenbüttel. Der SPD Fraktionsvorsitzende im Wolfenbütteler Stadtrat, Ralf Achilles, sprach in der vergangenen Woche mit regionalHeute.de-Chefredakteur Werner Heise über das, was die Sozialdemokraten für die kommende Ratsperiode auf der Agenda haben. Dabei war auch das Löwentor Thema. Dieses, so sagt Achilles, müsse in der nächsten Zeit weiter entwickelt werden.



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Schon FDP-Ratsherr Rudolf Ordon erklärte kürzlich, dass das eigentliche Ziel des Löwentors verfehlt worden sei. Zu wenig Geschäfte, zu viele Büroräume, sagt Ordon. Dem pflichtet auch Ralf Achilles bei - zu Teilen zumindest. Dass Büroräume im Löwentor angesiedelt werden sollen, habe von Anfang an fest gestanden, räumt der SPD-Fraktionsvorsitzende ein. Und auch die Pandemie habe die Suche nach Mietern sicher nicht gerade einfacher gemacht. Dennoch könnten temporäre Lösungen gefunden werden, um die freien Flächen zu nutzen. Zugeklebte Schaufenster stünden der Stadt nicht gut zu Gesicht, sagt Achilles.



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dm abgesprungen?


Einen Namen nennt Achilles nicht, spricht nur von einem "großen Mieter", mit dem es nun offenbar Auseinandersetzungen und Streitigkeiten über nicht eingehaltene Verträge gibt. Die Rede ist hier jedoch von der Drogeriekette dm. Schon vor mehr als vier Jahre verkündeten Entwickler iandus und Stadtverwaltung, dass man die Drogeriekette als neuen Mieter gewinnen konnte. Getan hat sich bisher nichts. Und auch neue potenzielle Mieter sind nicht in Sicht. Da müsse dringend etwas getan werden, sagt auch Ralf Achilles. "Wir müssen zeitnah mit Herrn Schmidt-Waechter Gespräche führen", sagt Achilles und meint mit "wir" sowohl die Stadt als Gesellschafterin, als auch die Politik. Denn politisch sei man sich einig, dass viel mehr mit dem Löwentor passieren müsse.

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Benedikt Schmidt-Waechter, Geschäftsführer der iandus Unternehmensgruppe und der Objektgesellschaft Wolfenbüttel, trifft auf Nachfrage von regionalHeute.de keine klare Aussage zu Mietern für das Löwentor. Die Frage nach dm lässt er gänzlich unbeantwortet "Wie Sie wissen, nehmen wir zu konkreten Marken und Verhandlungsständen öffentlich keine Stellung", sagt Schmidt-Waechter und betont aber, dass es ein nun wieder steigendes Interesse an dem Objekt gebe. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den stationären Einzelhandel sowie die Gastronomie in den zurückliegenden anderthalb Jahren bekanntlich vor große Herausforderungen gestellt. Daher haben alle Händler und Gastronomen bundesweit ihre Nachfrage nach neuen Mietflächen „auf null“ zurückgefahren. Mittlerweile steigt das Interesse an neuen Standorten aber wieder deutlich an, sodass wir in vielversprechenden Mietvertragsverhandlungen für die noch verfügbaren Mietflächen im Löwentor sind."

Die bisherigen Mieter des Löwentors und auch das kürzlich eröffnete Corona-Testzentrum würden seiner Meinung nach jedoch jetzt schon dazu beitragen, dass eine weitere Frequenzsteigerung in der Wolfenbütteler Innenstadt entstehe.


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