AfD lehnt strengere Regeln für Kinder bei Influencern ab

Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat einen Antrag von SPD und Grünen zum Schutz von Kindern in sozialen Medien scharf kritisiert und abgelehnt.

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Junge Leute mit Smartphones (Archiv)
Junge Leute mit Smartphones (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat einen Antrag von SPD und Grünen zum Schutz von Kindern in sozialen Medien scharf kritisiert und abgelehnt. Das teilte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Vanessa Behrendt, in einer Rede am Mittwoch mit.


Sie warf den Regierungsfraktionen vor, mit dem Vorhaben Elternrechte beschneiden und staatliche Genehmigungen für familiäre Entscheidungen einführen zu wollen. Behrendt verglich das Vorgehen in ihrer Rede mit 'Panikmache' und 'Schockanrufen'. Sie räumte zwar ein, dass die kommerzielle Nutzung von Kindern in Online-Videos diskutabel sei, betonte aber, dass die Entscheidung primär bei den Eltern liege und nicht beim Staat.

Als Beispiele für andere Lebenswege, in denen Kinder früh arbeiten, nannte sie unter anderem Kinder im Showbusiness, bei Schaustellern oder im Leistungssport. Die AfD-Politikerin verwies auf den bestehenden Jugendarbeitsschutz und fragte, warum ausgerechnet Familien-Influencer herausgepickt werden sollten. Die Freiheit der Eltern, für ihre Kinder zu entscheiden, dürfe nicht angetastet werden.

Der Antrag von SPD und Grünen sieht vor, die Gefahren des Influencer-Marketings für Kinder entschlossener zu bekämpfen und ihren Schutz in sozialen Medien zu stärken.

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