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Antrag zur Erneuerung der Kirchenbrücke abgeschmettert



Goslar

Antrag zur Erneuerung der Kirchenbrücke abgeschmettert

von Alec Pein


Symbolfoto: Anke Donner
Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Goslar. In der Bauausschusssitzung am Dienstagabend wurde die Erneuerung der Kirchenbrücke in Oker gemäß dem SPD-Antrag (regionalHeute.de berichtete) nicht empfohlen. Bei der Behandlung des Themas mussten sich die anwesenden Sozialdemokraten einige Vorwürfe gefallen lassen. Gefordert war eine unverzügliche Erneuerung der Brücke, um an dieser Stelle den Lkw-Verkehr wieder zu ermöglichen und gleichzeitig die Verkehrssituation am Kreisel zu beruhigen, über den Feuerwehr und Zulieferer in den Okeraner Ortsteil hinter der Kirchenbrücke gelangen.


Ein fassungsloser Uwe Schwenke de Wall (CDU) zweifelte in seiner ausgiebigen Ausführung etwa das Urteilsvermögen der Sozialdemokraten, bei welchen doch sonst durchaus wirtschaftlicher Sachverstand zu finden sei, an. Einen 700.000 Euro teuren Neubau mit möglichen Behinderungen der Feuerwehr bei unvorhersehbaren Schäden an Versorgungsleitungen zu begründen, sei völlig unverständlich. Ebenso wahrscheinlich sei es, dass in der Goslarer Altstadt ein Vulkan ausbreche, so Schwenke de Wall. Etwas sachbezogener schlossen sich Parteikollege Ralf-Peter Jordan, Holger Plaschke (Bündnis90/Die Grünen) und Henning Wehrmann (Bürgerliste Goslar) an. Grund für ihre Ablehnung waren die unverhältnismäßigen Kosten, um den derzeit für Lkw nötigen Umweg von etwa 250 Metern umgehen zu können. Für die Okeraner sei der Antrag vielleicht nachvollziehbar, meint Holger Plaschke, unübersichtliche Verkehrssituationen, wie sie im Antrag erwähnt würden, könne er allerdings nicht nachvollziehen. Der ebenfalls anwesende Okeraner Erol Gültepe (SPD) verteidigte den Antrag. Es sei sowohl ein Anliegen der Anwohner, als auch der Okeraner Feuerwehr und einem in diesem Bereich ansässigen Lebensmittelhandel, dass die Kirchenbrücke auch für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen wieder befahrbar werde. Dafür zeigten die Ausschussmitglieder zwar überwiegend Verständnis, monierten jedoch die Forderung nach einer "unverzüglichen Erneuerung". "Etwas unglücklich formuliert", musste Karen Haase (SPD) zugeben. Schlussendlich baten Gültepe und Haase darum, einen Neubau zumindest für das nächste oder übernächste Jahr einzuplanen. Michael Ohse (Die Linke) schlug deshalb vor, für den kommenden Verwaltungsausschuss eine geänderte Fassung vorzulegen und unterstütze den Antrag, der mit Gegenstimmen von CDU, Bürgerliste und Bündnis90/Die Grünen vom Bauausschuss allerdings nicht empfohlen wurde.


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