Region. Bereits mehrfach hatte regionalHeute.de in den vergangenen Monaten über Lebensmittel berichtet, die mit dem verschreibungspflichtigen Potenzmittel Sildenafil versetzt waren. Betroffen waren unter anderem Schokolade, Honig und weitere Produkte, die als Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche Leistungssteigerer beworben wurden. Nun gibt es einen neuen Fall – mit einer zusätzlichen besorgniserregenden Entwicklung.
Neben Sildenafil wurde in einem Honigprodukt erstmals auch der Schmerz- und Fieberwirkstoff Paracetamol nachgewiesen. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) des Landes Schleswig-Holstein enthält das Produkt die nicht auf dem Etikett angegebenen Wirkstoffe Sildenafil und Paracetamol.
Einnahme kann gefährlich sein

Betroffen ist Royal Honey-The Ultimate Power Source. Foto: Prüfbericht des Landeslabors Schleswig-Holstein.

Betroffen ist Royal Honey - The Ultimate Power Source, 12 x 20 Gramm. Foto: Prüfbericht des Landeslabors Schleswig-Holstein.
Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen. Der Wirkstoff darf nicht in Lebensmitteln enthalten sein. Aufgrund möglicher Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie möglicher Nebenwirkungen sollte Sildenafil ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Auch Paracetamol ist als Arzneimittel zur Schmerz- und Fiebersenkung zugelassen, jedoch nicht als Bestandteil von Lebensmitteln. Verbraucher können daher die aufgenommene Wirkstoffmenge nicht einschätzen – insbesondere dann nicht, wenn zusätzlich paracetamolhaltige Medikamente eingenommen werden. Die Behörden raten deshalb dringend davon ab, das betroffene Produkt zu verzehren.
Betroffen ist folgendes Produkt:
Produkt: Royal Honey – The Ultimate Power Source
Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.06.2030
EAN: 955575580036
Hersteller: Kingdom Honey SDN BHD, Kuala Lumpur, Malaysia
Eine verantwortliche Person innerhalb der Europäischen Union ist laut Behördenangaben nicht angegeben. Informationen zu den Vertriebswegen liegen derzeit ebenfalls nicht vor.

