Wolfenbüttel

Börßumerin Kerstin Anhuth wird von Angela Merkel geehrt


Fahrräder für Flüchtlinge -  eine der Aktionen in Börßum, bei der sich Kerstin Anhuth (nicht im Bild) stark engagiert hatte. Foto: DRK
Fahrräder für Flüchtlinge - eine der Aktionen in Börßum, bei der sich Kerstin Anhuth (nicht im Bild) stark engagiert hatte. Foto: DRK Foto: DRK

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10.03.2017

Börßum. Große Ehre für eine Wolfenbütteler Flüchtlingshelferin: die Bundeskanzlerin Angela Merkel wird Kerstin Anhuth am Freitag, 17. März, für ihr besonderes Engagement in der Flüchtlingshilfe würdigen.



Zusammen mit zahlreichen anderen Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland wird die Börßumerin an einer Veranstaltung im Bundeskanzleramt teilnehmen und dort den Kreisverband Wolfenbüttel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vertreten.

„Die Aufnahme und Integration der zahlreichen von Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen stellen unser Land ohne Zweifel vor große Herausforderungen. Es ist maßgeblich dem Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen zu verdanken, dass die vielfältigen Aufgaben bei der Ankunft und ersten Versorgung von Flüchtlingen, bei der Unterstützung in alltäglichen Dingen oder beim Erlernen der deutschen Sprache bewältigt werden können“, schreibt die Bundeskanzlerin in ihrer Einladung an den DRK-Kreisverband Wolfenbüttel.

Anhuth hat sich in Börßum besonders für Familien eingesetzt, die sie dort ehrenamtlich betreut. „Sie hat dabei viel Zeit und privates Geld investiert“, berichtet Andrea Hanke, Koordinatorin der DRK-Flüchtlingshilfe. „Es ist eine große Freude für Frau Anhuth und für uns. Die Einladung der Bundeskanzlerin ist auch eine Auszeichnung für unsere Flüchtlingsarbeit im gesamten Kreisverband“, sagt Hanke.

„Ich freue mich riesig über diese Einladung und hoffe, dass ich mich in Berlin mit vielen anderen Ehrenamtlichen rund um die Flüchtlingshilfe austauschen kann“, sagt Anhuth. Als aktive Helferin gibt es kaum eine Aufgabe, die sie noch nicht übernommen hat. Sie begleitet Flüchtlinge bei Amtsgängen, hilft bei der Einschulung der Kinder, organisiert Aktivitäten. Auch beim Aufbau der Sprachkurse oder der Fahrradwerkstatt war sie beteiligt.

„Ich möchte den Menschen gerne helfen. Die meisten habe ein sehr schweres Schicksal erlitten“, sagt Anhuth. Sie sieht sich auch als Netzwerkerin, versucht etwa stets andere Menschen für ein Engagement zu begeistern. Zudem hält sie stets ein Ohr offen, wenn es um Praktikums- oder Arbeitsplätze geht. So hat sie beispielsweise bereits Flüchtlinge in interessante Jobs vermittelt.

Die Zeremonie wird am Freitag, 17. März, von 13 bis 15 Uhr im Bundeskanzleramt stattfinden und auf der Internetseite des Amts live übertragen.


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