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Brand in Jerstedt: Ehepaar verliert Büroinventar und Hund



Goslar

Brand in Jerstedt: Ehepaar verliert Büroinventar und Hund

von Max Förster


Feuer in Jerstedt. Foto: Feuerwehr Goslar
Feuer in Jerstedt. Foto: Feuerwehr Goslar Foto: Feuerwehr Goslar

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Jerstedt. Kurz vor 4 Uhr kam es am heutigen Mittwoch zu einem Brand in einer Lagerhalle in der Borsigstraße. Durch das Feuer, dass sich auch auf die darin befindlichen Bürogebäude ausbreitete, verlor das Besitzer-Ehepaar nicht nur das gesamte Büroinventar, sondern auch ihren Hund, der es nicht mehr aus dem brennenden Gebäude geschafft hat.

Beim Eintreffen der Feuerwehr entdeckte man bereits Flammen, die sich durch die Dachhaut des Gebäudes brannten, erklärte Volker Junge, Pressesprecher der Feuerwehr Goslar, gegenüber regionalHeute.de. Neben der Feuerwehr Goslar und Jerstedt wurden die Wehren Vienenburg, Langelsheim und Hahndorf nachalarmiert, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Diese haben dafür gesorgt, dass eine ausreichende Wasserversorgung aufgebaut wird. Zudem wurde eine Atemschutzsammelstelle errichtet, um den massiven Einsatz von Atemschutzgeräteträgern koordinieren zu können, so Junge. Das Feuer ist nun unter Kontrolle. Auf der Suche nach möglichen Brandnestern, dauern die Nachlöscharbeiten jedoch nach wie vor an, erklärt Junge.

Ehepaar verliert Haus und Hund


Das Ehepaar konnte sich unbeschadet aus dem brennenden Gebäude retten. Durch das Feuer wurde das Haus jedoch komplett zerstört und ist nicht mehr bewohnbar, sagt Junge "nur noch die Grundmauern stehen". Der Hund der Eheleute hat es nicht aus den Flammen geschafft. Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Schaden auf rund 350.000 Euro.

Aktualisiert um 11.41 Uhr


Zunächst sei man davon ausgegangen, so Jung, dass es sich um ein anliegendes Wohngebäude in der Lagerhalle handelte. Nun stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Büroräume handelte. Der darin verstorbene Hund habe die Nacht in dem Gebäude verbracht, erklärt Jung. Er konnte nicht rechtzeitig aus dem Gebäude gerettet werden. Mit Rettungsdienst, DRK und Polizei waren insgesamt 140 Einsatzkräfte vor Ort. Mit einer Dreheiter und einem Teleskopgelenkmast sowie mehreren Strahlrohren von außen löschten die Einsatzkräfte das Feuer. Ein Betreten des Gebäudes war aufgrund der Einsturzgefahr nicht mehr möglich, so Jung.

Die Wasserversorgung wurde aus dem Jerstedter Ortsgebiet mit vier Förderleitungen aufgebaut. Ein Feuerwehrmann musste vom Rettungsdienst betreut werden. Er hatte zu Beginn des Einsatzes bereits Rauchgase eingeatmet. Ein direkt neben dem brennenden Gebäude stehender Gastank konnte gesichert werden. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die Einsatzkräfte ständig das Feuer. Im Inneren sorgten mehrere Gasflaschen, Maschinen, ein Gabelstapler und ein Auto für Gefahren. Nach 9 Uhr konnte die Einsatzleitung erste Feuerwehrkräfte aus dem Einsatz entlassen.


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