Belastungstest im Wasserwerk: Das ändert sich beim Trinkwasser

Wasserkunden in Braunschweig müssen sich demnächst auf eine Änderung beim Trinkwasser einstellen.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Werner Heise

Braunschweig. Demnächst wird das Wasserwerk Bienroder Weg einem turnusmäßigen Belastungstest unterzogen und zwei Wochen lang unter Volllast betrieben. Aus diesem Grund kommt es auch zu einer Änderung beim Trinkwasser, wie BS Energy in einer Pressemitteilung berichtet.



Während der Zeit des Belastungstests wird dem Braunschweiger Trinkwasser mehr Trinkwasser aus Grundwasserquellen zugemischt als üblich. Dies führt zu einem vorübergehenden Anstieg der Wasserhärte vom Härtebereich 1 (weich) auf den Härtebereich 3 (hart). Wasserkunden müssen sich in dieser Zeit darauf einstellen, dass zum Waschen mehr Waschmittel beziehungsweise mehr Klarspüler in Spülmaschinen benötigt wird. Viele moderne Wasch- und Spülmaschinen sowie Kaffeevollautomaten bieten die Möglichkeit, die Geräte passend auf die Wasserhärte einzustellen.

Test wichtig für Versorgungssicherheit


So wie andere Maßnahmen, die die BS Energy Gruppe fortlaufend durchführt, um den Betrieb des rund 765 km langen Trinkwassernetzes und seiner technischen Anlagen zu gewährleisten, diene auch der Belastungstest des Wasserwerks der Versorgungssicherheit Braunschweigs. BS Energy bittet daher um Verständnis für die Maßnahme und die dadurch möglicherweise entstehenden vorübergehenden Unannehmlichkeiten.

Der Test findet vom 6. bis zum 20. Juli statt. Während des zweiwöchigen Testlaufs werden im Wasserwerk Bienroder Weg insgesamt etwa 300.000 Kubikmeter Wasser gefördert. Der durchschnittliche Wasserverbrauch Braunschweigs liegt bei rund 12,5 Millionen Kubikmetern jährlich.

Über das Wasserwerk Bienroder Weg


Das Wasserwerk Bienroder Weg ging 1902 in Betrieb und versorgte Braunschweig fast 70 Jahre lang mit Trinkwasser aus Grundwasserquellen. Heute dient es als Spitzenlastwasserwerk und stellt die Trinkwasser-Notversorgung Braunschweigs sicher. Täglich können dort maximal bis zu 24.000 Kubikmeter Wasser gefördert werden. Allerdings sind üblicherweise nur knapp über drei Prozent des in Braunschweig verteilten Wassers aus Grundwasser gewonnen. Das Wasserwerk ist Teil des umfangreichen Trinkwasserversorgungsnetzes, das von der BS Energy-Tochter BS Netz betrieben und fortlaufend weiterentwickelt wird. Dazu zählen unter anderem auch die Übergabestation Friedrichshöhe, ein Wasserspeicher im Bürgerpark, über 70 Brunnen sowie fast 35.000 Hausanschlüsse.

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