Wann geht es mit dem B58 voran? Jugendliche machen Druck

Das sanierungsbedürftige Jugend- und Kulturzentrum steht vor Veränderungen. Jugendvertreter wollen endlich Fortschritte sehen.

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Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Das Jugendzentrum B58 ist eine Institution der Stadt – für Jugendliche und in Sachen Musik und Kultur. Doch das Gebäude am Bültenweg ist ziemlich in die Jahre gekommen. Eine Sanierung steht zwar längst auf der Agenda, zieht sich aber hin. Jetzt machen die Vertreter der städtischen Jugend Druck in der Sache.



In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Jugendrings Braunschweig und des Braunschweiger Jugendparlaments heißt es, dass mehr als 40 Jugendliche jetzt bei der jüngsten Sitzung des städtischen Jugendhilfeausschusses zugegen waren, um ein Zeichen für das B58 zu setzen.

Jugendliche fordern Klarheit in Sachen B58


Zuvor hatten die Interessenvertreter eine Anfrage an die Verwaltung formuliert. Der Tenor lautete: Wann geht es endlich los mit der Sanierung oder dem Neubau des B58? Sie forderten "Klarheit über die weiteren Planungen für das Jugendzentrum". Schließlich sei kein Fortschritt in der Sache sichtbar. "Diese anhaltende Verzögerung sorgt bei uns als Interessenvertretungen junger Menschen in Braunschweig für große Enttäuschung", heißt es in der Anfrage.

Die Stellungnahme der Verwaltung habe gezeigt, dass weitere Schritte geprüft und neue Planungen angestoßen werden sollen. Besonders die Überlegungen zu einem barrierefrei erreichbaren Veranstaltungsraum werden von Jugendring und Jugendparlament ausdrücklich begrüßt, heißt es jetzt in der Pressemitteilung im Nachgang zur Ausschusssitzung.

Fliesen-Handel als Option?


Schon Ende Januar hatte regionalHeute.de berichtet, dass sich die Stadt in einem Abwägungsprozess befindet. Die Verwaltung will eine Machbarkeitsstudie erstellen, die das seit Jahren leerstehende Nebengebäude prüfen soll. In diesen ehemaligen Fliesen-Handel – "Fliesen-Kontor" – könnte das B58 komplett oder in Teilen umsiedeln. Es geht darum, einen finanziell effizienteren Lösungsansatz zu finden. Die Stadtverwaltung hatte mitgeteilt, dass die Studie noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden soll.

Die Jugendlichen der Stadt lassen jedenfalls nicht locker. In der gemeinsamen Pressemitteilung heißt es: „Wir freuen uns, dass sich erneut etwas bewegt und weitere Schritte geprüft werden. Nach fast zehn Jahren immer neuer Planungen, Diskussionen und Verschiebungen hoffen wir aber vor allem, dass nun tatsächlich konkrete Fortschritte folgen. Neben der Umsetzung der nächsten Planungsschritte und einem verbindlichen und transparenten Zeitrahmen für die darauffolgenden Baumaßnahmen beinhaltet dies auch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel im nächsten Doppelhaushalt.“