Brauerei Wolters stellt Betrieb ein - Das sagt der Insolvenzverwalter

Während das Aus für den Betriebsstandort besiegelt ist, soll es für den Namen Wolters noch Hoffnung geben.

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Archivbild | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Über das Aus von Wolters hat regionalHeute.de bereits auf Grundlage anderer Berichte informiert. Nun liegt auch eine offizielle Pressemitteilung des Insolvenzverwalters, der Eckert Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB vor. Dort wird das Ende des Betriebsstandorts bestätigt. Für den Namen Wolters gibt es aber noch Hoffnung.



Im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Hofbrauhaus Wolters GmbH muss der Produktionsstandort des Unternehmens in Braunschweig zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die rund 90 Mitarbeiter seien am Montagnachmittag über die geplante Schließung informiert worden. Derweil würden die Bemühungen weiterlaufen, die traditionsreiche Braunschweiger Biermarke Wolters zu erhalten.

Insolvenzverfahren seit September


Zum 1. September 2026 hatte das Amtsgericht Braunschweig das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Hofbrauhaus Wolters GmbH eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Eckert-Partner und Rechtsanwalt Kimon Kantis begleitet das Verfahren als Verfahrensbevollmächtigter. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hendrik Mysegades, Partner der Eckert Assurance, ergänzt dies um eine betriebswirtschaftliche Sanierungsberatung. Rechtsanwalt Torsten Gutmann (PLUTA Rechtsanwalts GmbH) überwacht das Verfahren als Sachwalter.

Die regionale Großbrauerei wurde 1627 gegründet und gehört zu den größten Privatbrauereien Niedersachsens. Sie ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Bieren und alkoholfreien Getränken spezialisiert. Am 19. Juni 2026 hatte die Hofbrauhaus Wolters GmbH einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Eine Ursache für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist der strukturelle Absatzrückgang auf dem deutschen Biermarkt. Hinzu kommen steigende Produktions- und Energiekosten.

Keine Lösung gefunden


Diese wirtschaftlich schwierige Lage auf dem deutschen Biermarkt habe sich auch im Sanierungsprozess der Hofbrauhaus Wolters GmbH niedergeschlagen: Die Geschäftsführung der Hofbrauhaus Wolters GmbH habe – mit Unterstützung der Eckert-Sanierungsexperten und in enger Abstimmung mit der Volksbank BRAWO – über Monate hinweg daran gearbeitet, eine tragfähige Lösung für die Traditionsmarke und ihren Produktionsstandort in Braunschweig zu finden. Ein entsprechender Investorenprozess für den Produktionsstandort blieb jedoch ohne Erfolg. Für den Standort in Braunschweig konnte schlussendlich keine zukunftsfähige Lösung gefunden werden, sodass er zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden müsse.

Derweil laufen die Bemühungen, die Marke Wolters zu erhalten, weiter. Hierzu werden konstruktive Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt. Diese dauern aktuell noch an. Kimon Kantis: „Der Restrukturierungsprozess hat nicht die Wendung genommen, die wir uns für alle Beteiligten gewünscht haben. Es ist ein Verlust, dass der Produktionsstandort in Braunschweig geschlossen werden muss. Die Bemühungen, die Traditionsmarke Wolters zu erhalten, gehen weiter.“

Ära geht zu Ende


Nils Handke, Geschäftsführer der Hofbrauhaus Wolters GmbH: „Mit der Schließung des Produktionsstandorts in Braunschweig geht eine Ära zu Ende. Ich bedauere diesen Schritt, mit Blick auf die wirtschaftliche Lage war er jedoch leider unausweichlich. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Brauereien in Deutschland schwierig, 2025 ist der deutsche Bierabsatz auf ein historisches Tief gesunken. Das hat sich auch in dem Versuch, eine tragfähige Lösung für die Hofbrauhaus Wolters GmbH zu finden, niedergeschlagen."

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