Brunonen, Frauenpower und die Gründung der Stadt Braunschweig

In der Reihe „Exponat des Monats“ geht es kommende Woche im Altstadtrathaus unter anderem um die erste urkundliche Erwähnung des Stadtnamens.

Reproduktion der Magniurkunde im Altstadtrathaus.
Reproduktion der Magniurkunde im Altstadtrathaus. | Foto: Städtisches Museum Braunschweig

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Braunschweig. Einen Vortrag über die Brunonen hält Dirk Schaper am Donnerstag, 23. und Sonntag, 26. Juli, jeweils um 15 Uhr, in der Kleinen Dornse, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7. Der Eintritt ist frei. Darauf weist die Stadt Braunschweig in einer Pressemeldung hin.



Dass die Brunonen außerhalb Braunschweigs heute kaum jemand kennt, mag wohl daran liegen, dass sich kaum schriftliche Belege überliefert haben. Zudem starben sie bereits am Ende des 11. Jahrhunderts in der männlichen Linie und mit der Mutter Heinrichs des Löwen, Gertrud von Sachsen, Mitte des 12. Jahrhunderts auch in der weiblichen Linie aus. Heinrich der Löwe trat zwar als Herzog Sachsens das materielle Erbe der Brunonen an, bezeichnete sich aber stets als Welfe.

Erste urkundliche Erwähnung des Stadtnamens


Für die Entstehung der Stadt Braunschweig war das sächsische Adelsgeschlecht der Brunonen von zentraler Bedeutung. Sie verfügten im 10. Jahrhundert auf dem östlichen Oker-Ufer mit dem Ort Villa Brunesquik, dem heutigen Magniviertel sowie Gebieten öst- und südlich davon über umfangreichen Landbesitz. Über Lehnsfamilien trugen sie indirekt auch für den Bau der Magnikirche Verantwortung. Die damit verbundene erste urkundliche Erwähnung des Stadtnamens geht somit auf die Brunonen zurück.

"Wurden die Brunonen durch Frauenpower zur regionalen Macht?" heißt der Vortrag in der Reihe „Exponat des Monats“. Letzteres ist eine Reproduktion der sogenannten Magniurkunde, der ersten schriftlichen Erwähnung Braunschweigs. Die Reproduktion ist im Altstadtrathaus zu sehen.