Burg Dankwarderode – Stadt und Land drücken bei Sanierung aufs Gaspedal

Die Burg soll in kommunale Verantwortung übergehen und zum 1000. Jubiläum der Stadt wieder öffentlich nutzbar werden.

Die Burg Dankwarderode soll zum 1000. Stadtjubiläum 2031 wieder top in Schuss sein (Archivbild).
Die Burg Dankwarderode soll zum 1000. Stadtjubiläum 2031 wieder top in Schuss sein (Archivbild). | Foto: Stefan Stümpel

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Braunschweig. Das Land Niedersachsen und die Stadt Braunschweig wollen die Sanierung der Burg Dankwarderode beschleunigen und damit die Voraussetzungen schaffen, das bedeutende Kulturdenkmal rechtzeitig zum 1000. Stadtjubiläum im Jahr 2031 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das kündigten Stadt und Land jetzt in einer gemeinsamen Pressemitteilung an.



Demnach haben das Land und die Stadt eine gemeinsame Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet. Kern der Vereinbarung sei das Ziel, die Burg langfristig in die Verantwortung der Stadt Braunschweig zu überführen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen gemeinsam vorzubereiten. Grundlage dafür soll ein Erbbaurechtsmodell sein. Derzeit ist das Land Niedersachsen Eigentümer der Burg.

Kosten sollen zunächst geschätzt werden


Aufgrund erheblicher baulicher und technischer Mängel sei eine Nutzung für museale oder andere öffentliche Zwecke derzeit nicht möglich. In einem ersten Schritt soll eine Grobkostenschätzung für die Sanierung erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage werden Land und Stadt die weiteren Schritte sowie den Umfang und die Finanzierung der Maßnahmen abstimmen. Dabei streben beide Parteien eine faire und ausgewogene Regelung an. Ziel ist es, anschließend die konkreten Planungen aufzunehmen und Fördermöglichkeiten des Bundes sowie weiterer Partner umfassend zu nutzen.


Nach der Sanierung soll das Erdgeschoss weiterhin für museale Zwecke durch die 3Landesmuseen Braunschweig genutzt werden. Für das Obergeschoss mit dem Rittersaal strebt die Stadt eine dauerhafte Nutzung für repräsentative und öffentliche Veranstaltungen an. Die in der Absichtserklärung beschriebenen Schritte stehen unter dem Vorbehalt der erforderlichen Gremienbeschlüsse.

Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, erklärt: „Die Burg Dankwarderode ist ein einzigartiges kulturhistorisches Wahrzeichen mit großer Bedeutung weit über Braunschweig hinaus. Unser gemeinsames Ziel ist es, dieses Denkmal für künftige Generationen zu erhalten und schnellstmöglich für alle wieder erlebbar zu machen.“

Erheblicher Sanierungsbedarf


Gerald Heere, niedersächsischer Finanzminister, sagt: „Der Sanierungsbedarf an der Burg Dankwarderode ist erheblich. Zugleich sind aber die finanziellen und baulichen Kapazitäten des Landes begrenzt. Das Land ist dazu bereit, die Burg in kommunale Verantwortung zu überführen und eröffnet damit die Chance, die Planungs- und Umsetzungsprozesse einer Sanierung effizient voranzubringen.“

Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, betont: „Damit gibt es eine klare Perspektive, dass das für die historische Identität Braunschweigs so bedeutsame Gebäude des Burgplatz-Ensembles zum Stadtjubiläum wieder nutzbar ist. Wir wollen die Burg Dankwarderode dauerhaft als lebendigen Ort für Kultur, Geschichte und Begegnung sichern und die Attraktivität unserer Innenstadt weiter stärken. Davon werden die Menschen in Braunschweig und die zahlreichen Gäste unserer Stadt weit über das Jubiläumsjahr hinaus profitieren.“