Ehemaliges LOT-Theater: Programm bis Ende des Jahres verlängert

Die geplante Sanierung verzögert sich offenbar. Dafür gibt es neue Stücke zu sehen.

In das Haus in der Kaffeetwete ist wieder Leben eingekehrt.
In das Haus in der Kaffeetwete ist wieder Leben eingekehrt. | Foto: Anna-Katharina Lendt

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Braunschweig. Die ursprünglich bis Ende August geplante HAMMER!-Bespielung des Theaters in der Kaffeetwete (ehemals LOT-Theater) wird bis Ende des Jahres fortgesetzt. Nach dem Abschlusswochenende der ersten Spielphase geht es bereits im September weiter. Das berichtet der Dachverband Freie Darstellende Künste Braunschweig e. V. (DFDK) in einer Pressemitteilung.



Bis zum Jahresende präsentiert der DFDK weitere zehn Produktionen mit insgesamt 38 Vorstellungen sowie ein Hoffest, bevor die geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen beginnen. Informationen zum neuen Programm demnächst unter dfdk-bs.de.

Ort temporär wiederbelebt


Seit dem Start von HAMMER! Anfang Mai haben zahlreiche Theater-, Tanz- und Performance-Produktionen stattgefunden und diesen Ort temporär wiederbelebt. Ein wichtiger Schritt für die vor Ort ansässigen Künstlerinnen und Künstler der freien darstellenden Künste.

Nach mehr als zwei Jahren ohne Theaterbetrieb musste das Haus in der Kaffeetwete zunächst wieder ins Bewusstsein des Publikums zurückkehren. Während einzelne Vorstellungen zu Beginn noch schwach besucht waren, stiegen die Besucherzahlen im Verlauf der Interimsbespielung kontinuierlich an, sodass die letzten Vorstellungen so gut wie ausverkauft waren und auch ein neues Publikum den Weg ins Theater fand.

Leben zurück in die Kaffeetwete gebracht


„Mit HAMMER! haben wir künstlerisches Leben zurück in die Kaffeetwete gebracht und sichtbar gemacht, wie vielfältig und lebendig die freie Szene in Braunschweig ist. Besonders freut uns, dass im Laufe der Bespielung immer mehr Menschen den Weg in das Haus gefunden haben“, so der DFDK.

Für die professionelle freie Szene ist das von besonderer Bedeutung: Mit der Insolvenz des LOT-Theaters Anfang 2024 verlor sie ihre zentrale Spielstätte. Seitdem fehlt ein kontinuierlich nutzbarer Ort für Aufführungen und Publikumsarbeit.

Vom Interim zum neuen Theaterhaus


Parallel zur Bespielung arbeitet der DFDK gemeinsam mit seinen Partnern an der langfristigen Perspektive für das Theaterhaus in der Kaffeetwete. Die Planungen für die notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen werden derzeit mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), Architekturbüros und Fachplanern konkretisiert.

Noch nicht abschließend geklärt ist die Finanzierung. Sowohl bei den notwendigen Investitionen als auch beim zukünftigen dauerhaften Spielbetrieb bestehen noch Finanzierungslücken. Hierzu ist der DFDK mit der Stadt Braunschweig, dem Land Niedersachsen, der SBK und weiteren Partnern im Gespräch. Ziel der derzeitigen Planungen ist eine Wiedereröffnung im Herbst 2027. Voraussetzung dafür ist, dass die offenen Fragen zur Finanzierung und zum Bauablauf rechtzeitig geklärt werden können.

Dauerhaft wieder ein Theaterhaus


Für die langfristige Perspektive der Kaffeetwete sei eine verlässliche Beteiligung des Landes am zukünftigen Spielbetrieb von zentraler Bedeutung. „Wir haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass die Kaffeetwete wieder ein lebendiger Ort für die freie Szene und ihr Publikum sein kann. Jetzt müssen wir gemeinsam mit unseren Partnern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass daraus dauerhaft wieder ein Theaterhaus wird“, so der DFDK abschließend.