Nach Insolvenz: Dieses Theater soll ab Mai wieder bespielt werden

Es sind rund 50 Veranstaltungen geplant. Danach müssen aber erst einmal Baumaßnahmen durchgeführt werden.

von


Archivbild vom ehemaligen LOT-Theater.
Archivbild vom ehemaligen LOT-Theater. | Foto: regionalHeute.de

Braunschweig. Anfang 2024 mussten die Freie Spielstätten Braunschweig gGmbH und der Verein LOT-Theater Insolvenz anmelden. Das gleichnamige Theater in der Kaffeetwete 4a wird seitdem nicht mehr genutzt. Obwohl es am Gebäude auch Handlungsbedarf gibt, soll schon im kommenden Monat wieder Leben in das Theater einziehen.



Der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft hat in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag zugestimmt, dass die Stadt die Baustellen-Bespielung in der Kaffeetwete mit knapp 132.000 Euro bezuschusst. Für die Förderung der freien Theaterszene stehen im Haushaltsjahr 2026 240.000 Euro zur Verfügung, womit die beantragte Förderung gedeckt sei.

Spielstätte wieder etablieren


Der Projektförderantrag stammt vom Dachverband Freie Darstellende Künste Braunschweig e.V. (DFDK). Das Geld soll auch dazu dienen, das ehemalige LOT-Theater wieder als kontinuierlich verfügbare, zentral gelegene Spielstätte der freien Theaterszene in Braunschweig zu etablieren. Das Gebäude wurde von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) erworben, die in die bauliche Sanierung investiert. Weiteres Geld kommt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Im Zuge der Zusammenarbeit zwischen dem DFDK, der SBK sowie dem von der SBK beauftragten Architekturbüro habe sich gezeigt, dass bauliche Anpassungen erforderlich seien, um einen langfristig tragfähigen Theaterbetrieb gewährleisten zu können, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Diese baulichen Erfordernisse würden dazu führen, dass Ende des dritten Quartals 2026 bauliche Maßnahmen beginnen. Dann sei keine Spielstättennutzung mehr möglich.

Zwischenbespielung ab Mai


Die aktuell laufenden baulichen Vorfeldmaßnahmen dagegen würden die Möglichkeit einer Zwischenbespielung ab Mai bis zum Beginn der Baumaßnahmen zulassen. Diese zeitlich befristete Nutzung des Theaters ermögliche es, in der Phase vor Beginn der Umbauarbeiten der freien Theaterszene Auftrittsmöglichkeiten an einem etablierten Theaterort und damit Sichtbarkeit zu generieren und die Präsenz der Spielstätte als Theateradresse im Stadtgefüge aufrechtzuerhalten.

50 Veranstaltungen geplant


Der DFDK übernehme in diesem Prozess eine vermittelnde, koordinierende und organisatorische Rolle zwischen freier Szene, Eigentümerin und weiteren Planungspartnern. Unter dem Projektnamen „HAMMER!“ seien zirka 50 Veranstaltungen, überwiegend an Wochenenden, durch freie Gruppen aus Braunschweig sowie vereinzelte überregionale Produktionen geplant. Zudem seien die Gründung einer Theaterhaus Braunschweig gGmbH sowie eine grafische Weiterentwicklung und Erarbeitung der „Corporate Identity“ für das „Neue Haus“ vorgesehen, heißt es in der Beschlussvorlage.

Seitens der Stadt sei noch eine brandschutzrechtliche Zustimmung des Fachbereichs Bauordnung und Zentrale Vergabestelle erforderlich. Die notwendigen Auflagen befänden sich aber in der Umsetzung. Die Genehmigung sei bereits in Aussicht gestellt worden.