Braunschweig. Um die Mittagszeit kam es am heutigen Mittwoch bei Gabelstaplerarbeiten in einer Lagerhalle einer Spedition in der Hansestraße zur Beschädigung eines Gefahrgutbehälters. Der mit etwa 1000 Litern Gefahrstoff befüllte Behälter drohte daraufhin auszulaufen. Über den Einsatz berichtet die Feuerwehr Braunschweig in einer Pressemitteilung.
Dem Gabelstaplerfahrer gelang es sofort, eine für solche Vorfälle vorgehaltene Auffangwanne unter den beschädigten Behälter zu stellen. Er konnte sich anschließend ins Freie begeben, ohne dass er in Kontakt mit dem Gefahrstoff kam, und blieb unverletzt. Bei dem Gefahrstoff handelte es sich um eine ätzende und giftige Säure, die bei der Metallbearbeitung in der Industrie Anwendung findet. Das Vorliegen dieser verschiedenen Gefahren machte den Einsatz der Feuerwehr unter umfangreicher Schutzausrüstung erforderlich. Mehrere Einsatzkräfte in Vollschutzanzügen dichteten den Behälter ab. Dadurch konnte ein weiterer Austritt der Säure verhindert werden.
Nur wenige Liter ausgetreten
Im Anschluss förderte die Feuerwehr den Gefahrstoff mit einer säurebeständigen Pumpe in einen geeigneten Behälter um. Durch das umsichtige Handeln des Mitarbeiters und das Abdichten des Lecks durch die Feuerwehr, traten nur wenige Liter aus. Zusätzlich setzte die Feuerwehr Chemikalienbinder ein und begrenzte die Gefahren damit auf ein Minimum. Für die Umwelt und die Bevölkerung bestand demnach zu keiner Zeit eine Gefahr.
Zahlreiche Kräfte im Einsatz
Am Einsatz waren insgesamt über 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr beider Wachen, der Freiwilligen Feuerwehr unter anderem mit dem ABC-Zug, sowie der Rettungsdienst beteiligt. Aufgrund der Anzahl der in diesem Einsatz gebundenen Einsatzkräfte, besetzte die Freiwillige Feuerwehr mit einem Löschzug die Hauptwache und stellte damit den Brandschutz für die Stadt sicher. Die Verpflegung der Einsatzkräfte erfolgte durch den Versorgungszug.

