Höhepunkt des 27. Sommerlochfestivals heute und morgen auf dem Schlossplatz

Am Samstag wird es wieder eine große CSD-Demo durch die Innenstadt geben. Die Abschluss-Party findet im Jolly statt.

2021 fand die Demo in einem kleineren Rahmen statt. Archivbild
2021 fand die Demo in einem kleineren Rahmen statt. Archivbild Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Unter dem Motto „Vielfalt gestalten – Akzeptanz erreichen“ demonstrieren Lesben, Schwule, Bisexuelle, queere und Trans*-Menschen gemeinsam am heutigen Freitag und morgigen Samstag beim 27. Sommerlochfestival vor dem Braunschweiger Schloss gegen Diskriminierung von LGBTIQ+- Menschen und für Anerkennung, Wertschätzung und Sichtbarkeit gesellschaftlicher Vielfalt. Das berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.


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Auftakt der Kundgebung ist am heutigen Freitag, um 18 Uhr mit einem Programm aus Politik, Comedy und Musik auf der Bühne vor dem Braunschweiger Schloss. Mit dabei sind unter anderem die Braunschweiger Kultband MANIAX, Moderatorin und Entertainerin Betty LaMinga und die Berliner Popsängerin LiLA.

Demo am Samstagmittag


Am Samstag geht es ab 13 Uhr mit der CSD-Demonstration politisch und laut durch Braunschweigs Innenstadt. Ob zu Fuß oder mit einem Wagen zeigen Lesben, Schwule, trans*, bi-, queere und heterosexuelle Menschen gemeinsam gesellschaftliche Vielfalt und gehen gegen Diskriminierung und für die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen sowie für die rechtliche Gleichstellung und Sichtbarkeit LGBTIQ+-Menschen auf die Straße.

Die finale Abschlusskundgebung beginnt am Samstag nach der CSD-Demonstration, um 15 Uhr auf dem Schlossplatz. Auf die Besuchenden warten Informationsstände und Gastronomie sowie ein buntes Bühnenprogramm mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft sowie Künstlerinnen und Künstlern. Mit dabei sind unter anderem Entertainerin und Moderatorin Betty LaMinga, New SoulGeneration, Drag-Ikone Marcella Rockefeller und das Musiker-Duo Jordan Hanson und Doro Farkas.

Abschluss-Party im Jolly


Die offizielle Sommerlochfestival-Abschluss-Party „Pride Night“ beschließt ab 22 Uhr in der Kultdisco Jolly Time mit heißen Beats den Braunschweiger Politikevent.

Leben und Zusammenleben frei zu gestalten erfordere Freiräume. Doch gerade für Menschen mit LGBTIQ+-Hintergrund würden sich die Gestaltungsmöglichkeiten noch allzu oft als begrenzt erweisen, so die Veranstalter. Deshalb gelte es, Freiräume zu schaffen und zu schützen – ganz gleich, ob am Arbeitsplatz, im familiären Umfeld oder in der Öffentlichkeit. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und die Eheöffnung vor fünf Jahren seien wichtige Schritte gewesen. Eine Absicherung des Erreichten durch eine Erweiterung des Artikel 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität könne nur die logische Konsequenz sein.

Den Rahmen mit Leben füllen


"Aber die sprichwörtliche Geduld von Papier lehrt uns auch, dass Gesetze nur einen Rahmen festlegen können. Diesen dann mit Leben zu erfüllen steht auf einem anderen Blatt", gibt der Verein für sexuelle Emanzipation zu bedenken. Für diese Mammutaufgabe bedürfe es der Initiative und dem Zusammenwirken aller. Nur durch einen stetigen Austausch und nachhaltige Aufklärungsarbeit ließen sich Vorurteile und Hemmschwellen überwinden.

Dem Ziel langfristig und nachhaltig die Akzeptanz vielfältiger LGBTIQ+-Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft zu verankern habe sich das Sommerlochfestival auch in seiner diesjährigen Ausgabe verschrieben. Nach einem zweiwöchigen Rahmenprogramm mit einer bunten Mischung aus Information, Kultur und Politik findet der diesjährige CSD Braunschweig nun seinen Höhepunkt in der zweitägigen Kundgebung auf dem Braunschweiger Schlossplatz.


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