Höllischer Nachbar: Mann soll Feuer in eigener Wohnung gelegt haben

Der 25-Jährige muss sich nun vor dem Landgericht Braunschweig wegen versuchten Mordes verantworten.

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Symbolbild. Foto: Pixabay

Braunschweig/ Bad Harzburg. Vor dem Landgericht Braunschweig muss sich am heutigen Freitag ein 25-jähriger Bad Harzburger verantworten. Er wird unter anderem des versuchten Mordes und der besonders schweren Brandstiftung bezichtigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landgerichts Braunschweig hervor.


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Dem 25-Jährigen, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, wird vorgeworfen, in der von ihm allein genutzten Wohnung in einem Mehrparteienhaus am 28. Oktober 2021, zwischen 22 und 23:48 Uhr, mutwillig ein Feuer gelegt zu haben, indem er eine der Herdplatten
in der Küche einschaltete und darauf eine Mikrowelle abstellte und anschließend die Wohnung verließ. In der Folge sei- wie vom Angeklagten beabsichtigt - nicht nur ein Feuer entstanden, auch giftiges Rauchgas habe sich im ganzen Haus ausgebreitet.


Mann bringt Nachbarn in Gefahr


Die hochtoxischen Rauchgase hätten sich im Treppenhaus des Mehrparteienhaus ausgebreitet und sämtliche Bewohner der übrigen drei Wohneinheiten in Lebensgefahr gebracht, zumal diese sich aufgrund der späten Abendstunden zum großen Teil schlafend im Bett befunden hätten. Zwei der Bewohner seien dadurch im Obergeschoss eingeschlossen gewesen und in akute Lebensgefahr geraten. Sie seien von der Feuerwehr unter Zuhilfenahme einer Drehleiter gerettet worden. Bei einer weiteren Zeugin, die sich im Erdgeschoss aufgehalten habe, habe die Feuerwehr die Wohnungstür gewaltsam öffnen müssen, um sie zu wecken.

Fortsetzungstermine der Verhandlung sind für den 12., 20. und 25. Mai, jeweils um 9 Uhr angesetzt.


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