Braunschweig. Nachdem der Rat der Stadt am Dienstag das Verbot für Hunde am Heidbergsee bekräftigte, beschäftigte sich auch der Stadtbezirksrat in Heidberg in seiner heutigen Sitzung mit der Thematik. Jutta Jacobs, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, hat kein Verständnis dafür, die Hunde völlig auszugrenzen.
Persönlich sei Jacobs nicht vom Hundeverbot betroffen. Sie setze sich aber für den Durchschnitt der Anwohner und Nutzer des Heidbergsees ein. Grundsätzlich habe sie Verständnis für die Menschen, die von „rücksichtslosen Hundehaltern" belästigt werden. Daher erachte sie eine Trennung von Hundestrand und Menschenstrand in der Hauptsaison für notwendig. Für eine völlige Ausgrenzung habe sie jedoch kein Verständnis. Gegenüber regionalHeute.de sagte Jutta Jacobs:
Ich bin enttäuscht, dass die Stadtverwaltung, ohne uns als Bezirksrat einzubeziehen, eine Verordnung verabschiedet. Auch die Pferde sind an vorgegebener Stelle willkommen - um so weniger ist die autarke Entscheidung der Stadtverwaltung nachzuvollziehen. Mein Gedanke ist, einen getrennten Hundestrand einzurichten, getrennt von den Sandufern, die an dem derzeitigen Sandstrand liegen. Hierüber ist gemeinsam konstruktiv zu diskutieren. Ich hoffe auf eine befruchtende Bezirksratssitzung heute.
Nord- und Ostsee als Vorbild?
Ablehnung durch die Stadt
Nicht ganz üblich wurde dem Stadtbezirksrat auch gleich eine Stellungnahme der Verwaltung präsentiert. In dieser verdeutlichten sie, dass sie von der Verordnung nicht abweichen werden. In der frequentierten Zeit ist das Vorkommen der Verunreinigung und der Störung durch freilaufende Hunde unverändert. Gerade zu dieser Zeit würde der Heidbergsee von vielen Kinder genutzt. „Die freilaufenden Hunde und der Hundekot waren ein ganzjähriges Ärgernis", hieß es in der Stellungnahme. Für Jutta Jacobs völlig unverständlich. Sie möchte der Verwaltung weitere Fragen stellen, die sich auf die Stellungnahme beziehen. „Welche Bevölkerung kann sich in dieser Zeit beeinträchtigt fühlen", fragte Jacobs.