Braunschweig. Die Traditionsbrauerei aus Braunschweig ist pleite. Wie regionalHeute.de vergangene Woche berichtete, hat die Hofbrauhaus Wolters GmbH einen Insolvenzantrag gestellt mit dem Ziel, sich in Eigenregie zu sanieren. Schon nächste Woche Dienstag wird die Insolvenz auch Thema im Rat der Stadt sein. Denn die CDU-Fraktion fordert per Eilantrag, einen runden Tisch einzuberufen.
An diesem runden Tisch sollen die Wolters-Geschäftsführung, der Betriebsrat, Gastronomie-Vertreter, die Volksbank BraWo und die "Spitzen der großen Ratsfraktionen" zusammenkommen, fordert die CDU – quasi eine "Task Force" zur Rettung der Brauerei. "Eine Rettung von Wolters liegt auch im Interesse von Politik und Verwaltung, denn Wolters gehört zu Braunschweig wie der Löwe zum Burgplatz", erklärt die Fraktion in ihrem Antrag, der bereits an prominenter Stelle auf der Tagesordnung für die Ratssitzung am kommenden Dienstag steht.
Mehr alkoholfreie Biere als Lösung?
Eine städtische Hilfe könne es nur für ein tragfähiges Zukunftskonzept geben, erklärt die Fraktion weiter. Dabei seien das Management und die Sachwalter nun in der Pflicht. Der runde Tisch soll dazu dienen, Ideen vorzustellen, wie sich Wolters zeitgemäß neu positionieren könnte. Schließlich habe sich der Biermarkt drastisch verändert. Die CDU schlägt zum Beispiel vor, mehr alkoholfreie Biere ins Sortiment aufzunehmen.
Außerdem erhofft sich die Fraktion Aussagen über die momentanen Eigentumsverhältnisse des Grundstücks und die Auswirkungen auf die lokalen Gastronomen. Zudem soll erörtert werden, in welcher Form die städtische Wirtschaftsförderung in der jetzigen Situation
unterstützen kann.

