Licht am Horizont für Wolters: Marke könnte erhalten bleiben

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Traditionsbrauhaus Wolters vor dem Aus steht. Nun gibt es zumindest für die Marke Hoffnung.

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Symbolbild | Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Für die traditionsreiche Marke Wolters zeichnet sich eine konkrete Zukunftsperspektive ab. Die Volksbank BRAWO als Eigentümerin wesentlicher Vermögenswerte, sowie die Hofbrauhaus Wolters GmbH und die TCB Gruppe haben gemeinsam an einer Lösung gearbeitet, mit der die Marke Wolters erhalten und weiterentwickelt werden soll. Das berichtet die Volksbank BRAWO soeben in einer Pressemitteilung.



Die TCB Gruppe ist eine Unternehmensgruppe mit Aktivitäten in der Getränkeindustrie und angrenzenden Geschäftsfeldern. Vorgesehen sei, dass TCB die Wolters-Markenfamilie und weitere markenbezogene Vermögenswerte übernimmt und die Marke Wolters künftig innerhalb der TCB Gruppe weiterführt. Die Originalrezeptur soll beibehalten werden. Die Produktion und Abfüllung solle künftig innerhalb der TCB Gruppe organisiert werden. Damit solle eine wirtschaftlich und technisch tragfähige Grundlage geschaffen werden, um Wolters zuverlässig, in der Originalrezeptur und mit dem vertrauten Qualitätsanspruch weiterzuführen.

Wolters-Versorgung von Gastronomie und Handel gesichert


Das erarbeitete Konzept stelle sicher, dass die Verfügbarkeit der Wolters-Biere für die Kunden in Handel und Gastronomie ohne Unterbrechung gewährleistet wird. Damit bleibe die Braunschweiger Traditionsmarke ohne Einschränkungen erhalten.

40 Arbeitsplätze für Wolters-Mitarbeiter


Die bisherige Produktionsstruktur am alten Brauereistandort könne aufgrund des technischen, strukturellen und immobilienbezogenen Zustands nicht fortgeführt werden. Er wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens zum 31. Dezember 2026 geschlossen. Die Beteiligten seien sich der schwierigen Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hofbrauhaus Wolters GmbH bewusst.

TCB beabsichtige jedoch, bis zu 40 neue Beschäftigungsangebote an den verschiedenen Standorten der TCB Gruppe zu schaffen. Die Angebote sollen demnach transparent und individuell auf Grundlage der erforderlichen Funktionen und der jeweiligen Qualifikationen erfolgen.

So soll es mit Grundstück und Sponsoring weitergehen


Das Wolters-Betriebsgrundstück soll ebenfalls an die TCB Gruppe übergehen. Ein Nutzungskonzept werde noch erarbeitet, so sollen beispielsweise Teile der Immobilien für Events genutzt werden.

Die geplante Lösung solle außerdem die regionale Verbundenheit von Wolters bewahren. So soll zum Beispiel das traditionsreiche Sponsoring mit Eintracht Braunschweig fortgeführt werden.

Gemeinsame Arbeit an einer tragfähigen Lösung


Die Volksbank BRAWO, die Hofbrauhaus Wolters GmbH und die TCB Gruppe hätten gemeinsam eine Lösung erarbeitet, die die Tradition und die regionale Bedeutung der Marke Wolters würdige. Die geplante Struktur verbinde die Fortführung der Marke mit einer wirtschaftlich tragfähigen Neuorganisation von Produktion, Abfüllung und regionalem Geschäft.

„Die Marke Wolters steht für eine langjährige Geschichte, eine einmalige Rezeptur und eine starke regionale Verbundenheit mit Handel, Gastronomie und regionalen Vereinen. Unser Ziel ist es, diese Elemente zu erhalten und die Marke Wolters erfolgreich in die Zukunft zu führen“, erklärt die TCB Gruppe.

Rechtsanwalt Kimon Kantis (ECKERT Rechtsanwälte), der das Insolvenzverfahren als Verfahrensbevollmächtigter der Hofbrauhaus Wolters GmbH begleitet, sagt: „Wir freuen uns, mit der TCB Gruppe einen starken Partner für die Zukunft der Marke Wolters gefunden zu haben.“

So geht es nun weiter


Die weiteren Schritte würden insbesondere die abschließende Abstimmung zwischen der Volksbank BRAWO, Wolters und TCB, die rechtliche und technische Prüfung der zu übertragenden Vermögenswerte, die Ausarbeitung der endgültigen Verträge sowie die Vorbereitung des Übergangs- und Produktionskonzepts umfassen.

Wie die Volksbank BRAWO abschließend schreibt, stehen die Pläne allerdings noch unter Vorbehalt. Bei der geplanten Transaktion handele es sich um ein Vorhaben, dessen Umsetzung noch vom Abschluss der endgültigen Vereinbarungen und den erforderlichen Zustimmungen abhänge. Die Aussagen zu Arbeitsplätzen, Standortnutzung, Produktion und Sponsoring würden den derzeit vorgesehenen Planungsstand beschreiben und keine Garantie für einzelne Vertragsabschlüsse oder konkrete Beschäftigungsangebote darstellen.

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