Neubau am Marienstift macht Baumfällungen nötig


Für einen Anbau am Marienstift müssen Bäume gefällt werden. Symbolfoto: Archiv
Für einen Anbau am Marienstift müssen Bäume gefällt werden. Symbolfoto: Archiv | Foto: Robert Braumann

Braunschweig. Die Evangelische Stiftung Neuerkerode plant ab März 2019 an der Helmstedter Straße den Baubeginn einer umfangreichen Erweiterung eines Gebäudes vom Krankenhaus. Bei dieser Erweiterung und der damit verbundenen Neugestaltung des Außengeländes sind Eingriffe in die Vegetation, insbesondere in den Baumbestand, notwendig. Dies berichtet die Evangelische Stiftung Neuerkerode.


Unter anderem durch die veränderte Situation der Zufahrten und Stellflächen für Krankenwagen und Feuerwehr müssen Hecken und Sträucher entfernt und einige größere und kleinere Bäume gefällt werden. Für die Baumaßnahme werden ausschließlich Fällungen vorgenommen, die absolut notwendig sind und die im Vorfeld mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig abgestimmt wurden.

„Wir bedauern die Fällung der alten Bäume auf dem Grundstück des Marienstiftes sehr und wissen, dass sie vielen Menschen am Herzen liegen“, erläutert Rüdiger Becker, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und Geschäftsführer im Krankenhaus Marienstift. „Wir achten darauf, die leider für den Umbau nötigen Fällungen nicht während der Brut- und Aufzuchtzeit vom 1. März bis zum 30. September durchzuführen, um die Störungen aller an und von den Bäumen lebenden Tiere möglichst gering zu halten. Damit gehen wir über die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes hinaus. Bei der Neugestaltung des Außengeländes können wir einzelne alte Bestandsbäume integrieren und wir planen Neupflanzungen: Für jeden entnommenen Altbaum pflanzen wir zwei neue einheimische Bäume auf dem Gelände des Marienstiftes.“

Weitere Bäume erhalten


Auf dem Gelände befinden sich nach der Baumaßnahme noch etwa 200 ältere Bäume. Diese Bäume werden bei Bedarf fachmännisch gepflegt und regelmäßig kontrolliert. Die Evangelische Stiftung Neuerkerode möchte als Eigentümer den Baumbestand langfristig erhalten und die parkähnliche Struktur des Außengeländes weiter entwickeln. Die alten Bäume und die Parkanlagen sind ein wichtiges Standortmerkmal des Marienstiftes und werden von den Patienten und zu pflegenden Menschen hoch geschätzt.

Die Evangelische Stiftung Neuerkerode engagiert sich seit Jahren im Umwelt- und Naturschutz. Stiftungseigene Wälder werden ausschließlich naturnah bewirtschaftet und es werden nur standortgemäße und einheimische Baumarten gepflanzt. Im Dorf Neuerkerode sind allein im Jahr 2018 rund 320 neue Bäume, vor allem für neue Streuobstwiesen, gepflanzt worden. Die Baumpflanzungen werden in den kommenden Jahren fortgesetzt. Dabei soll vermehrt auf Baumarten geachtet werden, die von Insekten bestäubt werden. Damit möchte die Stiftung einen wichtigen Beitrag gegen das Insektensterben leisten.


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