Braunschweig. Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel hat zum 50-jährigen Bestehen der Braunschweiger Domsingschule die gemeinschaftsfördernde Kraft der Musik hervorgehoben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig hervor.
Die Musikalität der Menschen sorge dafür, dass Kulturräume „polyfone Atemräume der Freude bleiben und zu Räumen der Resilienz werden“, sagte sie am gestrigen Freitag im Braunschweiger Dom. Wer singt, lebe aufgeweckter und beziehungsreicher. "Eintracht", so die Landesbischöfin weiter, "entsteht nicht durch Gleichheit, sondern durch Zusammenklang. Dieser ist immer wieder einzuüben, damit niemand hinter seiner eigenen dicken Mauer nur auf der Lauer bleibt". In dem musikalischen Zusammenklang höre sie auch den Cantus firmus der Demokratie.
"Es lohnt sich, die Stimme zu erheben."
Die Musik helfe, aufzustehen: „Wer mal tödliche und eingrenzende Mauern in Köpfen und in Stadt und Land erlebt hat, weiß, welche Lob-Strophen sich auf ein freiheitliches demokratisches Zusammenleben anstimmen lassen und wie sehr es sich lohnt, dafür die Stimme zu erheben.“
Dr. Christina-Maria Bammel hat am 1. Mai offiziell ihren Dienst als Landesbischöfin begonnen. Sie war am 22. November 2025 als Nachfolgerin von Landesbischof i.R. Dr. Christoph Meyns von der braunschweigischen Landessynode gewählt worden.

