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Niedersachsen fordert Hilfen des Bundes beim Energiesparen



Niedersachsen fordert Hilfen des Bundes beim Energiesparen

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern mehr Anreize zum Energiesparen zu setzen.

von dts Nachrichtenagentur


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern mehr Anreize zum Energiesparen zu setzen. So sollte zum Beispiel das energieeffiziente Warten von Heizungsanlagen subventioniert werden, sagte er der "Welt".



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Lies widersprach damit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der entsprechenden Forderungen eine Absage erteilt hatte. Zwar sei es richtig, dass die Menschen schon durch die enormen Gaspreise ein großes eigenes Interesse daran haben, weniger zu verbrauchen,: "Aber wir Deutschen brauchen unsere Anreize, allein schon, damit ein Bewusstsein für Probleme und Lösungen entsteht." Und das Einsparpotenzial gerade bei der Wärmeversorgung sei "einfach riesig". Lies schlug vor, die entsprechenden Subventionen "direkt ans Handwerk entsprechend der durchgeführten Wartungen" zu geben.



"Müssen noch einmal nachsteuern"


Diese könnten ihren Kunden dann entsprechend niedrige Rechnungen ausstellen. Der SPD-Politiker forderte zudem eine Ausweitung des Empfängerkreises des bereits beschlossenen Energiegeldes von 300 Euro pro Erwerbstätigem. "Es wird kein Weg daran vorbeigehen, dass wir da noch einmal nachsteuern." Insbesondere bei den Rentnern, die bisher nichts bekommen hätten, aber auch für die Studierenden.


Vorschlägen, die Laufzeit unter anderem des niedersächsischen Atomkraftwerks in Lingen noch einmal zu verlängern, erteilte der Minister ebenso eine Absage wie der Förderung von Fracking-Gas aus niedersächsischem Schiefergestein. "Wir würden keine Kilowattstunde mehr erzeugen, denn die Kraftwerke würden zwar länger, aber bei verringerter Leistung laufen müssen", so Lies. "Was wir brauchen ist ein turboschneller Ausbau der Erneuerbaren." Fracking aus Schiefergestein helfe aktuell dagegen "überhaupt nicht, weil es Jahre bräuchte, bis wir die ersten Kubikmeter fördern könnten".




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