Schnelles Internet: Hier steht der Glasfaserausbau vor dem Abschluss

Zuletzt wurden Anschlussmöglichkeiten für rund 430 Adressen in bisherigen „weißen Flecken“ geschaffen.

Der Glasfaser-Ausbau schreitet auch in den Braunschweiger Randbereichen voran.
Der Glasfaser-Ausbau schreitet auch in den Braunschweiger Randbereichen voran. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Der geförderte Glasfaserausbau in mit Breitband unterversorgten Gebieten Braunschweigs, den sogenannten "Weißen Flecken", steht vor dem Abschluss, berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Rund 430 Adressen, für die keine privatwirtschaftliche Ausbauperspektive bestand und deren Download-Bandbreite bei weniger als 30 Mbit/s lag, haben damit die Möglichkeit erhalten, sich ans schnelle Internet anzuschließen.



"Mit dem geförderten Ausbau ermöglichen wir auch dort Glasfaser, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen nicht darstellbar ist", sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum bei einem Ortstermin bei dem vor kurzem ans Glasfasernetz angeschlossenen Fischereibetrieb Lübbe in Riddagshausen. "Versorgungslücken wurden geschlossen für Institutionen, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. So machen wir unsere Stadt fit für die digitale und vernetzte Welt."

Vom Ausbau profitieren auch Unternehmen


Von schnellem Internet profitieren private Nutzer, insbesondere aber auch Institutionen und Unternehmen. Eine leistungsfähige Glasfaseranbindung sei ein wichtiger Bestandteil moderner Wirtschafts- und Standortinfrastruktur.


In Riddagshausen sind die Randbereiche nun erschlossen

Riddagshausen beispielsweise wurde überwiegend eigenwirtschaftlich ausgebaut. Es blieben Adressen in den Randbereichen aufgrund hoher Erschließungskosten zunächst ohne entsprechende Ausbauperspektive. Diese konnten im Rahmen des Förderprojekts nun erschlossen werden. Damit ist der geförderte Glasfaserausbau stadtweit bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen.


"Der Abschluss des geförderten Projekts ist für Braunschweig ein erfreuliches Signal", sagt Peter Richter, Konzernbevollmächtigter der Telekom. "Die Versorgung von 430 Adressen mit Glasfaser stärkt die digitale Infrastruktur und verbessert die Zukunftsfähigkeit der angeschlossenen Gebiete. Besonders hervorheben möchten wir die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten seit dem Projektstart im Jahr 2024. Nachdem die wesentlichen Ausbauziele erreicht wurden, wird der geförderte Ausbau nun planmäßig beendet."

"Die Umsetzung war insbesondere dort anspruchsvoll, wo bestehende Infrastrukturen wie Autobahnen oder Bahntrassen gekreuzt werden müssen. Die dafür notwendigen Planungen, Abstimmungen und Genehmigungen sind mit erheblichem Aufwand verbunden", so Dr. André Zehl, Leiter Telekom Technik. "Durch eine gezielte Mitnutzung unserer bestehenden Leerrohre konnten wir die Kosten deutlich reduzieren."

44 Kilometer Kabeltrasse


Für die rund 430 Adressen beim geförderten Ausbau, davon die Hälfte in Gewerbegebieten, mussten so lediglich noch rund 44 Kilometer neue Kabeltrassen ausgehoben werden, statt ursprünglich veranschlagter 62 Kilometer. 47 neue Netzverteiler wurden errichtet. So reduziert sich das ursprünglich veranschlagte Investitionsvolumen von rd. 6,6 Millionen Euro voraussichtlich um ca. 1 Million Euro. 50 Prozent der förderfähigen Kosten trägt der Bund, vertreten durch die aconium GmbH, 25 Prozent das Land Niedersachsen mit der NBank. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Stadt Braunschweig. OB Dr. Kornblum: "Mein Dank gilt der Telekom für die effiziente Umsetzung und den Fördermittelgebern Bund und Land für die finanzielle Unterstützung."

Inklusive der Nutzung von ca. 98 Kilometern Leerrohrtrassen sind ca. 142 Kilometer Glasfaser verlegt worden. Rund 75 Prozent aller geförderten Ausbauadressen haben sich umgehend für einen Glasfaser-Hausanschluss entschieden.