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Serie: Braunschweig, deine Straßen – Böcklerstraße

von Robert Braumann


Foto: Sina Rühland

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27.04.2015


Braunschweig. Zwischen der Campestraße und dem Gelände der Deutschen Bahn verläuft die Böcklerstraße. Früher war sie Teil der Salzdahlumer Straße, sie ist nach dem Sozialpolitiker Hans Böckler benannt. 

Böckler wurde 1875 in Trautskirchen bei Neustadt an der Aisch geboren und starb am 16.Februar 1951. Er war erster Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes und eine führende Kraft in der SPD. Von 1914 bis 1915 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Er wurde schwer verwundet und von der Wehrpflicht befreit. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler musste Böckler untertauchen, da er Kontakte zum Widerstandskreis um Wilhelm Leuschner hatte.

Im Wandel der Zeit


Bekannt ist die Straße zudem, gerade bei den älteren Mitbürgern, durch das ehemalige Konzerthaus. Das früherer Restaurant und Versammlungslokal gehörte dem Gastwirt Ferdinand Bode. Er ließ es 1890 bauen. Davor befand sich an dieser Stelle das Gasthaus Waldsack. Hier waren Schlägereien fast an der Tagesordnung. Das änderte sich mit dem Neubau. Auch ein Ballsaal entstand, der mit 1.500 Plätzen einst der Größte in der Löwenstadt war. Es gab Auftritte der Sängerin Rosita Serrano und der Gruppe "Die Drei Codonas", berühmte Luftakrobaten ihrer Zeit. Auch Adolf Hitler trat hier mehrfach auf. Nach einer kurzen Blüte als Großkino nach dem Kriege wurden die hinteren Gebäudeteile abgerissen. Nach Leerstand und Besetzung, bekam das Konzerthaus eine neue Bestimmung. Die Fassade wurde in den neunziger Jahren durch die Kirchengemeinde St.Aegidien in den Bau eine Altenpflegeheims integriert (Böcklerstraße 232). Die offizielle Eröffnung des Altenpflegeheims St.Hedwig war im Oktober 1992. Der Bau kostete ungefähr 14 Millionen Mark. Umgebaut wurden auch die Fabrikhallen von Büssing. Heinrich-Büssing-Hof, Böcklerstraße 219, lautet heute die Anschrift einiger Firmen, die sich im Anschluss hier niederließen.*

Lesen Sie auch:


Teil 1 – der Bohlweg*
Teil 2 – die Hamburger Straße
Teil 3 – der Madamenweg
Teil 4- Abt-Jerusalem-Straße

Teil 5 – Jasperallee
Teil 6- Schillstraße
Teil 7 – Kastanienallee
Teil 8 – Gliesmaroder Straße
Teil 9 – Holwedestraße
Teil 10 – Husarenstraße
Teil 11 – Rebenring
Teil 12 – Amalienstraße
Teil 13 – Leonhardstraße
Teil 14 – Adolfstraße
Teil 15 – Alerdsweg
Teil 16 – Hennebergstraße

Teil 17 – Bültenweg
Teil 18 – Wilhelmstraße

Teil 19 – Sackring
Teil 20 – Wiesenstraße

Teil 21 – Wilmerdingtraße
Teil 22- Kannengiesserstraße
Teil 23 – Bäckerklint
Teil 24 – Kröppelstraße

Teil 25 – Badetwete
Teil 26 – Tuckermannstraße
Teil 27 - Villierstraße


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