Braunschweig. Die Situation rund um die Containerstation in der Nähe des Friedhofs in Waggum ruft jetzt mehrere Fraktionen im Bezirksrat auf den Plan. Von einer "zum Regelfall gewordenen Vermüllung" ist dort die Rede. Die Situation sorge seit längerer Zeit für Unmut bei Anwohnern und Friedhofsbesuchern, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der CDU, FDP und BIBS.
Dort schreiben die Verfasser: "Wiederkehrende Vermüllung, unsachgemäße Müllablagerungen und überfüllte Container beeinträchtigen nicht nur das Ortsbild, sondern auch die Würde eines sensiblen Ortes, an dem Menschen ihrer Verstorbenen gedenken." Mit einer offiziellen Anfrage an die Verwaltung wollen die drei Fraktionen auf die Situation aufmerksam machen und Lösungen einfordern.
Standort nicht infrage stellen
Dabei sei es nicht das Ziel, den Standort infrage zu stellen, sondern gemeinsam mit der Verwaltung und den zuständigen Entsorgungsunternehmen ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das die zunehmende Vermüllung nachhaltig eindämmt. Eine stetige Erhöhung von Reinigungs- und Leerungsintervallen könne keine Antwort sein.
In der Pressemitteilung betonen die Verfasser gleichzeitig die Eigenverantwortung der Bürger. "Wenn Müll neben volle Container gestellt, Elektroschrott illegal entsorgt oder Sperrmüll einfach abgeladen wird, entsteht der Schaden nicht abstrakt, sondern ganz konkret vor unserer eigenen Haustür. Öffentliche Flächen sind keine anonymen Räume der Stadt. Sie sind Teil unserer unmittelbaren Lebensumgebung. Sie gehören zu unserem Quartier, zu unserem Alltag und damit zu unserer gemeinsamen Verantwortung. Wer öffentliche Orte vermüllt, beeinträchtigt die Lebensqualität aller", heißt es dort.

