Wiggermann folgt auf Schörner als neuer Chefarzt


Prof. Dr. Philipp Wiggermann (links) übernimmt die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Schörner. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe
Prof. Dr. Philipp Wiggermann (links) übernimmt die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Schörner. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe

Braunschweig. Im Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin des Klinikums Braunschweig ist zum 1. Juli Prof. Dr. Philipp Wiggermann als neuer Chefarzt gestartet. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Schörner an, der in den Ruhestand geht.


Prof. Dr. Wolfgang Schörner kam 1992 aus dem Berliner Universitätsklinikum Rudolf-Virchow-Krankenhaus nach Braunschweig und leitete seitdem das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin. Prof. Schörner erhielt seine klinisch-wissenschaftliche Ausbildung am Klinikum Charlottenburg, Universitätsklinik der Freien Universität Berlin. Seit 1986 ist er Facharzt für Radiologie und erlangte ein Jahr später die Schwerpunktqualifikation für Neuroradiologie. Im Jahr 1988 habilitierte er und wurde auf eine Professur für Radiologie an der Freien Universität Berlin berufen. Von 1988 bis zur Übernahme der Chefarztstelle in Braunschweig war er Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Rudolf-Virchow (heute Charité Campus Vichow-Klinikum). Der 65-Jährige wurde in New York geboren, ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne.

„Mit Prof. Dr. Schörner verlieren wir eine wertvolle Führungskraft in unserem Klinikum. Er ist nicht nur ein guter Arzt, sondern hat auch stets einen hohen Anspruch an die Qualität der Arbeit in seinem Team gelegt. Besonders wichtig war ihm die Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren, so auch die breite klinische Einführung von MRT und PET-CT am Klinikum Braunschweig. Durchaus wehmütig entlassen wir ihn nach 26 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand“, sagt Ulrich Markurth, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert resümiert: „Prof. Dr. Schörner hat die Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin in unserem Haus entscheidend geprägt und kontinuierlich weiter entwickelt. Sein Bestreben, sich in einem stets wandelnden Fachgebiet immer mit dem höchsten Standard zu messen, ist beispielhaft.“ Prof. Schörners besonderer Fokus lag auf dem Gebiet der Röntgen-Computertomographie und Magnetresonanz-Tomographie (Kernspintomographie).

Der 40-jährige Prof. Dr. Philipp Wiggermann ist Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie und war zuletzt als Leitender Oberarzt am Institut für Röntgendiagnostik des Universitätsklinikums Regensburg tätig. Der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz freut sich, dass mit Prof. Wiggermann der Beste ausgewählt worden ist, um das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin mit neuen Spektren weiterzuentwickeln. Bartkiewicz: „Neben Bildgebung soll vor allem das Zukunftsfeld der interventionellen – minimalinvasiven – Therapie des Krebszentrums und des Schlaganfallzentrums auf universitärem Niveau weit voran gebracht werden.“ Der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz ist sich sicher, dass der gebürtige Westfale die neue Herausforderung optimal meistern wird. „Prof. Dr. Wiggermann ist dynamisch und zielstrebig. Er bringt ein beeindruckendes Fachwissen mit und wird gemeinsam mit seinem Team das hohe Niveau des Instituts halten und weiter ausbauen.“

Der 1977 in Münster geborene Wiggermann studierte Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Bielefeld, Wien und Warwick, bevor er 2002 – zurück in der österreichischen Hauptstadt – das Studium der Humanmedizin aufnahm. Nach seiner Promotion 2007 war er an den Universitätskliniken von Münster, Dresden und Regensburg tätig. In Regensburg erlangte er 2013 den Titel Facharzt für Radiologie und 2016 den Titel Facharzt für Neuroradiologie, wurde 2014 zuerst Oberarzt und 2016 Leitender Oberarzt des Instituts für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Regensburg.

Prof. Wiggermann ist Spezialist für Interventionellen Radiologie. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit stellen hierbei die onkologischen Interventionen (z.B. in Leber, Lunge, Knochen und Prostata) dar. Als Leitender Oberarzt war Wiggermann nicht nur für den klinischen Betrieb seiner Abteilung verantwortlich, sondern setzte mit der Gründung des Zentrums für Radiologisch-Interventionelle Onkologie (RIO) am Universitätsklinikum Regensburg einen neuen Meilenstein in seinem Fachgebiet.

Prof. Dr. Wiggermann ist ein gefragter Fachreferent und -publizist. Für seine zahlreichen Veröffentlichungen wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Sein persönliches Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen klinischen Partnern des Klinikums Braunschweig zu verfestigen und auszubauen. Besonders freut sich der angehende Chefarzt auf die neuen Kolleginnen und Kollegen in Braunschweig. Er verspricht: „Ich werde ihnen mit viel Kollegialität begegnen. Sie und meine künftigen Patientinnen und Patienten können ein hohes Maß an Engagement von mir erwarten.“






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