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Buslinien angepasst: Braunschweig und Groß Schwülper werden besser vernetzt

Auch der Stundentakt der Bahn zwischen Uelzen und Braunschweig verbessert die Verkehrsbeziehungen. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Bahnhof Gliesmarode zu, der ab Mai umgebaut werden soll.

von Alexander Dontscheff


Verbandsdirektor Ralf Sygusch, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke stellten die Pläne vor (v. li.).
Verbandsdirektor Ralf Sygusch, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke stellten die Pläne vor (v. li.). Foto: Alexander Dontscheff

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12.11.2020

Braunschweig. In einem Pressegespräch am heutigen Donnerstag stellten Stadt Braunschweig, Regionalverband Großraum Braunschweig und die Braunschweiger Verkehrs-GmbH aktuelle Maßnahmen vor, die die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in diesem und den nächsten Jahren entscheidend voranbringen sollen. Neben dem Rahmenvertrag für den Stadtbahnausbau (regionalHeute.de berichtete), gab es auch Neuigkeiten zum Busverkehr zwischen Braunschweig und der Gemeinde Groß Schwülper sowie zum Ausbau des Bahnhofs Gliesmarode.



"Unser Ansatz ist, bei den Verbesserungen der Fahrbeziehungen nicht auf die Stadtgrenzen zu gucken", erklärte Ralf Sygusch, Direktor des Regionalverbands Großraum Braunschweig. Die Menschen sollen unabhängig davon, wo sie gemeldet sind, gut zu ihrer Arbeitsstelle kommen. „Unser Ziel ist es, immer mehr Menschen zum Umsteigen in Stadtbahnen und Busse zu bewegen“, ergänzt Oberbürgermeister Ulrich Markurth. „Ein kluges Konzept für bessere Mobilität in unserer Stadt ist der Schlüssel für bessere Mobilität in der Region. Daran arbeiten wir seit Jahren konsequent, gemeinsam und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern."

Ralf Sygusch zum Bahnhof Gliesmarode und den neuen Buslinien:



Ralf Sygusch, Direktor des Regionalverbands Großraum Braunschweig. Foto: Alexander Dontscheff


Konkret wird im kommenden Jahr das Verkehrsangebot zwischen der Stadt Braunschweig und Groß Schwülper grundlegend neu ausgerichtet. Hierzu wird die Buslinie 480 zwischen Braunschweig-Rathaus und Groß Schwülper zu einer vollwertigen RegioBus-Linie aufgewertet und verkehrt zukünftig montags bis freitags zwischen 5 und 20 Uhr auf ihrer bekannten Route im Stundentakt und samstags, sonntags und feiertags im Zwei-Stunden-Takt. Die VLG-Buslinie 111 erhält eine neue Linienführung und fährt zukünftig von Groß Schwülper über die Hansestraße und die Gifhorner Straße bis zum Stadion. Damit werden die Gewerbe- und Dienstleistungsstrandorte im Norden der Stadt aus Groß Schwülper und darüber hinaus aus Leiferde (Gifhorn), Hillerse und Didderse umsteigefrei erreichbar. Bisher führte die Linie 111 über Lagesbüttel und Harxbüttel zum Heideblick in Wenden. Diesen Part übernimmt mit der Neustrukturierung 2021 die Buslinie 434, neu von Groß Schwülper über Lagesbüttel, Harxbüttel und Thune nach Wenden mit Anschluss zur Stadtbahnlinie 1 verkehrt.

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„Mit diesem Drei-Achsen-Modell werden drei starke Verbindungen geschaffen, die die Stadt Braunschweig als Oberzentrum der Region und die Gemeinde Groß Schwülper optimal miteinander vernetzen“, freut sich Sygusch. „Wir tragen damit der engen Verflechtung zwischen dem Braunschweiger Umland im Norden und der Braunschweiger Innenstadt auch im ÖPNV-Angebot Rechnung. In Verbindung mit der Buslinie 111, die ihrerseits attraktive Umsteigemöglichkeiten zu den Stadtbahnlinien 1 und 10 in Rühme und am Stadion erhalten wird, ergibt sich zwischen Groß Schwülper und der Stadt Braunschweig de facto ein Halbstundentakt.“ Sobald es die Situation es erlaubt, wird das Konzept in der Gemeinde vorgestellt.

Linie 434: erstmals Halbstundentakt Thune


Besondere Bedeutung für die Braunschweiger hat die Neustrukturierung der Buslinie 434, mit der die BSVG künftig Groß Schwülper, Lagesbüttel und Harxbüttel im Stundentakt mit Wenden und erstmals auch Thune verbinden wird: „Damit wird in Thune nach langer Planung und einigen Anregungen aus der Bevölkerung und der Politik endlich ein gordischer Knoten durchschlagen“, freut sich Jörg Reincke, Geschäftsführer der BSVG. „Gemeinsam mit der VLG-Linie 112, die weiterhin von Wenden über Thune nach Adenbüttel fahren wird, ergibt sich so für Thune werktags erstmals ein Halbstundentakt mit direktem Anschluss an die Stadtbahnlinie 1 am Heideblick. Die BSVG bietet den Einwohnerinnen und Einwohnern von Thune damit endlich ein zuverlässiges und klar strukturiertes ÖPNV-Angebot, das dem Angebot vergleichbarer Stadtteile in Braunschweig entspricht.“

Bahnhof Gliesmarode soll im Sommer 2022 fertig sein


Neuigkeiten gab es auch zum Bahnhof Gliesmarode. Die Sanierung soll im Mai 2021 starten und im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Besonders durch die ab Dezember vorgesehene Einführung des Stundentakts auf der Bahnstrecke Uelzen Braunschweig komme dem Bahnhof eine wachsende Bedeutung zu. Durch die bereits erfolgten Maßnahmen im Umfeld und die Verbesserung der Anbindungen zum ÖPNV soll hier ein kleines Mobilitätszentrum entstehen. Viele Pendler, die aus Richtung Norden kämen, müssten dann nicht erst bis zum Hauptbahnhof fahren und könnten Ziele im Norden der Stadt schneller erreichen.

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