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"C" statt "A+++": Seit März gibt es neue Energielabel für Haushaltsgeräte



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"C" statt "A+++": Seit März gibt es neue Energielabel für Haushaltsgeräte

Die neuen Klassen sollen den Alltagsverbrauch der Geräte realistischer widerspiegeln. Erste Verstöße wurden bereits aufgedeckt.

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Symbolbild Foto: pixabay

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Region. Seit März 2021 sind viele Haushaltsgeräte mit einem neuen Energielabel versehen. Die meisten Geräte bekommen eine neue Effizienzklasse und werden teils mit einem höheren Jahresenergieverbrauch gekennzeichnet. Verbraucherinnen und Verbraucher sind mitunter irritiert. Am Beispiel von Kühlgeräten erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen in einer Pressemitteilung was sich verändert hat.



Die zurzeit besten Kühlschränke sind mit Klasse C gekennzeichnet statt wie bisher mit A+++. Das neue Label stellt höhere Anforderungen an die Sparsamkeit von Geräten. Daher schneiden Geräte im Vergleich zur alten Kennzeichnung schlechter ab. Auch der Verbrauchskennwert auf dem Label ist meistens höher als bisher, obwohl kein Kühlschrank mehr Strom verbraucht als zuvor. Florian Lörincz, Energieexperte von der Energieberatung Niedersachen erklärt: „Die neuen Verbrauchskennwerte basieren auf einer anderen Berechnung des Jahresenergieverbrauchs. Auch die Werte, die zu dieser Berechnung nötig sind, werden mit einer neuen Messmethode ermittelt. Ziel ist es, den Alltagsverbrauch der Geräte realistischer widerzuspiegeln.“

Bei Kühlschränken wird der zusätzliche Kältebedarf durch die Zufuhr warmer Lebensmittel besser berücksichtigt sowie der zusätzliche Energiebedarf, der notwendig ist, um Kondenswasser zu verhindern. Darüber hinaus wird nun der Energieverbrauch mit zwei statt wie bisher mit nur einer Umgebungstemperatur gemessen. Das verhindert eine künstliche Optimierung auf eine feste Temperatur, die es in der Realität nicht gibt.

Sind die neuen Effizienzlabel besser als die alten?


Die ausgewiesenen Effizienzklassen sind bei Kühl- und Gefriergeräten in der Regel nun höher als beim bisherigen Label. Die neuen Verbrauchskennwerte bilden die Nutzungsbedingungen im Haushalt besser ab als die alten. Durch die höheren Anforderungen an die Energieeffizienz entfällt die Ballung der Modelle in den Bestklassen. Mit dem neuen Label sind Unterschiede für den Verbrauch nun leichter erkennbar. Neben den Angaben zum Stromverbrauch, zur Größe von Kühl- und Gefrierfächern sowie der Bewertung der Schallemissionen enthalten die neuen Label einen QR-Code, der weitere Informationen zum jeweiligen Gerät aus der europäischen Produktdatenbank EPREL bereitstellt.

Bevölkerungsbefragung geplant


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) überprüft bereits in seinem Online-Marktcheck, ob und in welcher Form der Handel die neuen Label für Verbraucherinnen und Verbraucher bereitstellt. Erste Verstöße wurden bereits aufgedeckt und verfolgt. Die Ergebnisse des Online-Marktchecks werden im Juni 2021 erwartet. Darüber hinaus plant der vzbv im August eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchzuführen. Das Ziel ist es, die Erfahrungen der Verbraucherinnen und Verbraucher im Zuge der Labeleinführung näher zu beleuchten.

Fragen zur Energieeffizienz von Haushaltsgeräten und zum EU-Energielabel beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


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