CDU-Abgeordnete fordern: Schröder soll Landesmedaille zurückgeben

Falls der Ex-Kanzler dies nicht freiwillig tue, soll Ministerpräsident Stephan Weil das Verfahren zum Widerruf einleiten.

Gerhard Schröder
Gerhard Schröder Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Niedersachsen. Die CDU-Landtagsabgeordneten aus unserer Region Frank Oesterhelweg, Christoph Plett, Veronika Koch und Oliver Schatta haben in einem Schreiben den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil aufgefordert, das Verfahren zur Aberkennung der niedersächsichen Landesmedaille für den Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder einzuleiten. Das teilen die Abgeordneten in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.


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Nach dem Interview des ehemaligen Ministerpräsidenten in der New York Times, in dem er die Verantwortlichkeit Putins für die Verbrechen in Butscha (Ukraine) verharmlost habe, sei der Zeitpunkt erreicht, dass gegenüber Gerhard Schröder wegen Unwürdigkeit die Niedersächsische Landesmedaille widerrufen werde. Selbst die Bundesvorsitzende der SPD Saskia Esken fordere aufgrund des Interviews ein Parteiausschlussverfahren aus der SPD für Herrn Schröder.

"Als Träger der Verdienstmedaille inakzeptabel"


"Wenn Herr Gerhard Schröder im New York Times-Interview sagt, er tue was er kann, so kann das nur bedeuten, dass er einem Widerruf zuvorkommt, indem er die Niedersächsische Landesmedaille selbst ablegt. Wer nach dem Motto `Wessen Geld ich nehme, dessen Lied ich singe´ handelt, ist vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges als Träger der Verdienstmedaille inakzeptabel", so das Fazit der Abgeordneten.


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