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CDU stellt Ultimatum an AFD



Wolfenbüttel

CDU stellt Ultimatum an AFD

von Robert Braumann


Foto: Werner Heise

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Wolfenbüttel. "Am vergangenen Wochenende haben wir eine Zwischenbilanz erstellt. Fast 1000 Plakate wurden gestohlen. Zusätzlich können viele beschmierte Plakate in Wolfenbüttel und Umgebung besichtigt werden", heißt es auf der Homepage der AFD Wolfenbüttel.

Man schreibt von einem organisierten Vorgehen. Aus der Anzeige von AFD-Kandidat Manfred Wolfrum wurde in der Wolfenbüttler Zeitung wie folgt zitiert: "Dies alles lässt den Rückschluss auf ein gezieltes organisiertes systemisches (bandenmäßiges) Vorgehen der Täter zu. Da die Plakate der CDU und der SPD noch unversehrt hängen, neige ich dazu, den Täterkreis oder Auftraggeber in diesen Kreisen zu vermuten. Wie auch immer ist das ganze kein vorbildlicher Ausdruck zivilisierten demokratischen Handelns."


Nun reagiert die CDU in einer Pressemitteilung. Die Stellungnahme lesen Sie im Folgenden:
"Nach den wiederholten, nun auch noch vom AFD-Kreisvorsitzenden Pastewsky vorgetragenen Unterstellungen, die CDU habe Plakatklau betrieben, haben der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Professor Dr. Christoph Helm, und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende, Eckbert Schulze, ultimativ von der AFD eine sofortige Rücknahme dieser völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen und eine förmliche Entschuldigung verlangt. Beide CDU-Mandatsträger bezeichneten das Vorgehen der AFD als infam und verleumderisch. Die AFD betreibe den durchsichtigen Versuch, ohne Beweise vorlegen zu können, politische Mitbewerber zu diskreditieren, ja in die kriminelle Ecke zu stellen. Hier handele es sich auch nicht um „Anfängerfehler„ für die „Verständnis„ aufgebracht werden sollte, wie sich ein AFD-Spitzenkandidat für die Stadtratswahl jetzt brieflich äußerte, sondern es geht der AFD um die bewusste und planmäßig betriebene Verleumdung der CDU, die diese Stadt erfolgreich gestalte. Wer keine Argumente gegen diese erfolgreiche Politik habe, greife zum letzten Mittel der Verleumdung und platten Propaganda. Um diese Unterstellungen nachhaltig zu unterbinden, fordern beide CDU-Vertreter bis zum 9. September 2016 eine Rücknahme der AFD-Behauptungen sowie eine entsprechende Entschuldigung. Sollte dies nicht erfolgen, wird gegen die namentlich bekannten Vertreter der AFD eine strafrechtliche Anzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede erstattet."

Die AFD reagiert derweil auf ihrer Homepage mit einer Stellungnahme auf die bisherige Berichterstattung. Diese finden Sie hier.


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