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Corona-Ausbruch an drei Schulen: 550 Schüler in Salzgitter ins Homeschooling geschickt



Corona-Ausbruch an drei Schulen: 550 Schüler ins Homeschooling geschickt

So soll das Infektionsgeschehen in den Schule kontrollierbar bleiben.

von Anke Donner


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Salzgitter. Derzeit hat die Stadt wieder mit einem hohen Infektionsgeschehen zu kämpfen. Mit einer Inzidenz von 292,7 hat Salzgitter die zweithöchste Inzidenz in Niedersachsen. Drei Schulen sind derzeit stark von Corona-Ausbrüchen betroffen, so dass die Verwaltung entschieden hat, die Schulen zu schließen und 550 Schüler in den Distanzunterricht zu schicken. Das teilt die Stadt Salzgitter auf Anfrage mit.



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Betroffen sind nach Aussage von Schul- und Gesundheitsdezernent Dr. Dirk Härdrich die Hauptschule Fredenberg, die Montessori-Schule und die Grundschule Hallendorf. An der Hauptschule Fredenberg wurden insgesamt 14 Fälle, an der Grundschule Hallendorf sechs und an der Montessori-Schule ebenfalls sechs Fälle bei Schülern und Lehrkräften gemeldet. Das hatte zur Folge, dass man die Schulen bis zum 19. beziehungsweise 24. November ganz geschlossen lässt und 550 Schüler ins Homeschooling geschickt hat.



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"Grundsätzlich werden bei Infektionsfällen in Schulen nur die Sitznachbarn als enge Kontaktpersonen eingestuft. Gerade wenn es an einer Schule mehrere Fälle gibt, die wiederum zahlreiche Kontakte zu Mitschülerinnen oder Mitschülern hatten, kann in enger Absprache mit der jeweiligen Schulleitung die Maßnahme „Distanzlernen“ zeitweise notwendig werden, damit das Infektionsgeschehen in der Schule kontrollierbar bleibt. Das gilt vor allem, wenn auch Lehrkräfte infiziert sind, die in mehreren Klassen und Jahrgängen unterrichtet haben", erklärt Härdrich.

Eindrittel der Infektionen bei Kindern


In Salzgitter sind seit der Pandemie 7.258 Menschen an COVID-19 erkrankt, 87 sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Seit dem gestrigen Dienstag wurden in Salzgitter 64 Neuinfektionen gemeldet. "Die steigenden Infektionszahlen wirken sich auch auf die Schulen und Kindergärten aus", sagt Härdrich. "Auch dort treten zunehmend Infektionsfälle auf. Kinder im schulpflichtigen Alter machen zurzeit etwa 33 Prozent der positiven Fälle aus."


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