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Den Ernstfall geübt: Menschenrettung aus rauchender Biogasanlage



Gifhorn

Den Ernstfall geübt: Menschenrettung aus rauchender Biogasanlage

von Eva Sorembik


Ein Verletzter musste aus der über 60 Grad heißen Halle gerettet werden. Fotos: Michael Gose Pressestelle Feuerwehr Landkreis Gifhorn
Ein Verletzter musste aus der über 60 Grad heißen Halle gerettet werden. Fotos: Michael Gose Pressestelle Feuerwehr Landkreis Gifhorn

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Tülau. Am gestrigen Montag übten die Feuerwehren Ortswehren Tülau, Voitze, Croya, Parsau und Kaiserwinkel gemeinsam den Ernstfall: Im Bereich der Trocknungstechnik einer Biogasanlage ist es zu einem Entstehungsbrand gekommen, ein Mitarbeiter des Betriebes wird innerhalb der stark verqualmten Halle vermisst.



Einsatzleiter Horst Leyer ließ nach Eintreffen am Einsatzort insgesamt achtTrupps unter schwerem Atemschutz ausrüsten, parallel wurde eine Wasserversorgung zur Brandeindämmung aufgebaut. Das Beobachterteam um Gemeindebrandmeister Frank Mosel analysierte parallel die Zusammenarbeit innerhalb des Zuges 17-2. Von der Betreibergesellschaft war Wolfgang von Weyhe vor Ort, welcher gemeinsam mit Werner Weiss, dem Ideengeber zur Übung, die Arbeit der insgesamt 45 Einsatzkräfte verfolgte, welche mit insgesamt acht Fahrzeugen angerückt waren.

Schwerstarbeit unter sehr realistischen Bedingungen


Nachdem die Einsatzkräfte ausgerüstet und die Wasserversorgung aufgebaut war, konnte die Suche nach dem vermissten Mitarbeiter in der auf mehr als 60 Grad aufgeheizten Halle vorgenommen werden. Für die Einsatzkräfte bedeutet eine solche Übung echte Schwerstarbeit unter sehr realistischen Bedingungen. Man spürt wie die Hitze auf den Körper einwirkt und das Adrenalin steigt, wenn die einzige Lichtquelle in einem beengten Raum die eigene Handlampe ist, berichtet Michael Gose von der Pressestelle der Feuerwehr. Nach knapp 20 Minuten konnte die vermisste Person gerettet und an am vorbereiteten Verletztensammelplatz zur weiteren Behandlung an dieRettungswagenbesatzungübergeben werden.


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Die Aufbau einer Wasserleitung war einer der Schwerpunkte. Foto:



Da keine der Wehren in der Gemeinde Tülau über ein wasserführendes Fahrzeug verfügt, hat der schnelle Aufbau einer Wasserversorgung aus dem Hydrant oder Löschbrunnen eine hohe Priorität, was regelmäßig im Dienst geübt werden muss, sagte Einsatzleiter Leyer bei der abschließenden Einsatz Nachbesprechung. Im Ernstfall würde bei einer solchen Lagemeldung ein deutlich größerer Kreis von Wehren alarmiert, zu dem neben weiteren Wehren mit Tanklöschfahrzeugen auch der Gefahrgut Zug des Landkreises ausrücken würde, zu dem auch die Schwerpunktwehr Brome gehört.

Gemeindebrandmeister dankte abschließend den Einsatzkräften im Tülauer Feuerwehrgerätehaus für den Einsatz und dem Betreiber für die Möglichkeit, eine erste Übung vor Ort durchführen zu können, welche in der Zukunft in einem größeren Rahmen wiederholt werden sollte, da das Objekt sehr umfangreiche und komplexe Übungslagen ermöglicht.

Weitere Bilder von der Übung:


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