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Diese Dose hat alle Infos, die der Notarzt braucht


Eine kleine Dose, die Leben retten kann. Foto: Privat
Eine kleine Dose, die Leben retten kann. Foto: Privat

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18.02.2018

Wolfenbüttel. Eine Notfalldose soll künftig Rettungssanitätern und Notärzten in Wolfenbüttel die schnelle Hilfe erleichtern, wenn sie fremde Wohnungen betreten. Für dieses kleine unkomplizierte System rührt derzeit Horst Luthien als Vorsitzender des Seniorenbeirates die Werbetrommel.



Der Rentner blickt auf 25 Berufsjahre im Rettungsdienst zurück und kennt sich daher mit den Problemen aus. Die grüne Notfalldose informiert Rettungskräfte, die eine Wohnung betreten, sofort über alle wichtigen Kenndaten des Bewohners: Vorerkrankungen, Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, Allergien, Name des Hausarztes - „einfach alles, was der Notarzt wissen muss“, erklärt Luthien. Darüber hinaus können dort auch Informationen stehen über Personen oder Haustiere, die der Betroffene regelmäßig betreut.

Ein Aufkleber gibt Auskunft



Die Dose wird dabei im Kühlschrank deponiert. „Einen Kühlschrank hat jeder und er ist meist leicht zu finden“, sagt Luthien über den Grund für den ungewöhnlichen Aufbewahrungsort. Die Notfalldose enthält zwei Aufkleber, die der Besitzer in der Wohnung befestigen soll: den ersten gut sichtbar für jeden, der das Haus oder die Wohnung durch die Eingangstür betritt. Der zweite Aufkleber kommt an die Kühlschranktür. "Dadurch weiß der Notarzt sofort, dass es in dem Haushalt eine solche Dose gibt."

Ideeaus England


In der Dose steckt ein Zettel, auf dem die relevanten Informationen und persönlichen Daten des Bewohners stehen. „Eheleute oder Mitbewohner brauchen aber nicht zwei Dosen in den Kühlschrank zu stellen. In einer ist genug Platz für zwei Zettel“, betont Luthien. Das System wurde vor rund drei Jahren in England erfunden. Vor etwa einem Jahr startete die Rettungsdose ihren Siegeszug durch Deutschland. „Beim Seniorentag in Braunschweig wurde sie vorgestellt. In kürzester Zeit waren damals die Dosen vergriffen. In Wolfenbüttel haben wir inzwischen schon mehr als 300 Stück herausgegeben“, sagt Luthien.

Wo gibt es die Dose?


Der Seniorenbeirat hat bereits den DRK-Rettungsdienst informiert. „Auch bei der Polizei habe ich die Dose schon vorgestellt“, sagt der Halchteraner. Demnächst will er die Feuerwehr und die Sozialstationen besuchen, weiter Werbung machen und informieren.

Die Notfalldose ist direkt bei Horst Luthien (Wolfenbüttel-Halchter, Ratsstraße 23, Tel. 05331 - 6 13 57) oder im Seniorenservicebüro (Wolfenbüttel, Lange Straße 9) erhältlich und kostet 2 Euro. Dort gibt es auch weitere Info-Zettel zum Befüllen der Dose.


Horst Luthien wirbt für die Notfalldose. Foto:


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