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Disqualifiziert: AfD zieht Wahlempfehlung für Lukanic zurück



Wolfenbüttel

Disqualifiziert: AfD zieht Wahlempfehlung für Lukanic zurück

Auf Anfrage unserer Online-Zeitung erklärt die AfD-Fraktion, dass Ivica Lukanic für sie keine Option mehr sei.

von Werner Heise


Ivica Lukanic ärgert sich darüber, dass er mit der AfD in Verbindung gebracht wird.
Ivica Lukanic ärgert sich darüber, dass er mit der AfD in Verbindung gebracht wird. Foto: Thomas Stödter

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Wolfenbüttel. Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfenbüttel zieht ihre Empfehlung und das Unterstützungsangebot für den parteilosen Bürgermeisterkandidaten Ivica Lukanic zurück. Das ergab eine Anfrage unserer Redaktion an den AfD-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Dieter Heid.



Im Juli des vergangenen Jahres erklärte die AfD, dass die Wahl des städtischen Baudezernenten Lukanic eine unterstützenswerte Option sei. "Personen aus den etablierten Parteienlagern zu unterstützen, würde nur eine Fortsetzung altbekannter verkrusteter Kommunalpolitik bedeuten!", wurde Heid in einer Pressemitteilung zitiert. Eine Reaktion Lukanic', in der er eine Unterstützung entschieden ablehnte, ließ damals nicht lange auf sich warten. Seine freie Kandidatur sei keine Einladung dazu, moralische und demokratische Grundsätze zu verlassen, erklärte Lukanic damals. Er interpretierte das Vorgehen, als Schachzug ihm zu schaden.

Auch andere Kandidaten sind keine Option



In unserem Artikel über Spendeneinnahmen und die Wahlkampffinanzierung der Kandidaten hatten wir am gestrigen Donnerstag noch die Randinformation eingefügt, dass Ivica Lukanic von der AfD unterstützt werde, sich davon jedoch distanziere. Dass diese Nachricht nicht mehr zutreffend ist, wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben.

Nun also die Klarstellung der Kehrtwende der AfD, die das wie folgt begründet: "Aussagen des Herrn Lukanic, die Unterstützung durch die AfD-Wolfenbüttel betreffend, disqualifizieren Herrn Lukanic für eine Wahlempfehlung." Aber auch andere Kandidaten werden keine Unterstützung mehr durch die AfD erfahren. "Die AfD-Wolfenbüttel stellt fest, dass die derzeitige wirtschaftliche Situation der Stadt Wolfenbüttel (auch verursacht durch Bauvorhaben Schlossplatz, ehemalige "Hertie-Immobilie" und die in Zeiten des Bürgermeister Pink drastisch gestiegene Pro-Kopf-Verschuldung der Wolfenbütteler-Bürger) sowie eine dringend nötige Verbesserung der Kommunikation zwischen Bürgermeister und Bürgern einen Bürgermeister erfordert, der in Kombination von nötigem Charakter, Ehrlichkeit und hoher Qualifikation das Amt ausfüllt. Die zur Verfügung stehenden Kandidaten entsprechen nicht den Erwartungen, die wir als AfD-Fraktion zwingend für das Bürgermeisteramt voraussetzen. Eine Wahlempfehlung für einen der Kandidaten kann somit nicht mehr ausgesprochen werden", teilt Klaus-DIeter Heid abschließend mit.


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