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Drei Bäume für die Einheit

von Sina Rühland


Foto: Sina Rühland

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02.10.2014


Braunschweig. Die Stadt hat einen neuen Gedenkort: drei Bäume erinnern seit Donnerstag, pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit, in der Parkanlage Viewegs Garten an das Zusammenwachsen von Ost und West. Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) hat gemeinsam mit Michael Baumgart (Grüne), stellvertretender Bezirksbürgermeister Viewegs Garten-Bebelhof, die grünen Denkmäler symbolisch nahe des Bahnhofes eingepflanzt.

Das Projekt „Drei Bäume für die Deutsche Einheit“ läuft mittlerweile bundesweit in den Gemeinden; auch Braunschweig hat sich nun einen Ort der Erinnerung geschaffen. Die wachsenden Bäume sollen Aufschwung, Wandel und Einheit des ehemals geteilten Landes dokumentieren. „Es bedarf immer der Zeit, bis etwas zusammenwächst“, sagte Markurth.

Entwicklungen lebendig halten. „Geschichte prägt uns alle. Wenn wir sie vergessen, kann es sein, dass sich etwas wiederholt“, sagte Baumgart. Er erinnerte daran, Kindern und Jugendlichen immer wieder von der Vergangenheit zu berichten und Erinnerungen weiterzugeben: „dafür sind Orte maßgeblich wichtig“.



Den Standort hat der Stadtbezirksrat Viewegs Garten-Bebelhof zuvor im September festgelegt und große Zustimmung durch die Ratsfraktionen erfahren. So ist die Nähe zum Willy-Brandt-Platz, Berliner Platz und Hauptbahnhof genau die richtige Lage für das Dreieck der Erinnerung. In Mitten der Bäume steht im Übrigen die „Große Säulenkaryatide“ von Bildhauer Fritz Koenig.

Symbolik des Baumes


Der Baum als Symbol: Die Buche steht für die alte Bundesrepublik, Kiefer für die frühere Deutsche Demokratische Republik und die Eiche steht für das wiedervereinigte Deutschland. Ideengeber zu dem Projekt ist Werner Erhardt, der der Wiedervereinigung im Jahr 1990 somit gedenken möchte.

Gefeiert wird der Tag der Deutschen Einheit in der Landeshauptstadt Hannover. Unter dem Motto "Vereint in Vielfalt" soll die Feier an die Vereinigung erinnern sowie an den 25. Jahrestag der "friedlichen Revolution".


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