Energiesparmaßnahmen: Stadt verkürzt Straßenbeleuchtung

Zudem werden in den städtischen Liegenschaften die Heizungsanlagen kontrolliert heruntergefahren.

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Symbolbild | Foto: Anke Donner

Wolfenbüttel. Die Stadt Wolfenbüttel beabsichtigt ihren Energieverbrauch in ihren Liegenschaften, Einrichtungen und Anlagen zu verringern. In den vergangenen Wochen wurden schon die ersten Maßnahmen in die Wege geleitet. Jetzt sollen städtische Gebäude weniger beheizt werden und die Straßenbeleuchtung kürzer brennen. Das teilt die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.



In den städtischen Liegenschaften werden die Heizungsanlagen ab sofort bis zum 30. September kontrolliert heruntergefahren. „Dies dürften aktuell die meisten nur merken, wenn kein warmes Wasser aus dem Hahn kommt, trotzdem schlummert hier ein Gas-Einspar-Potenzial“, sagt Bürgermeister Ivica Lukanic. Für alle vielleicht bemerkbar wird nun im ersten Schritt zum Beispiel die Straßenbeleuchtung eine Stunde früher herunter gedimmt und eine Stunde später wieder hochgefahren.

Bürger können mithelfen


„Ich würde mich freuen, wenn die Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler uns beim Energiesparen unterstützen, vor allem mit Verständnis und darüber hinaus mit eigenen Projekten mitmachen. Das kann helfen, die Lage zu entspannen und spart natürlich auch bares Geld“, so der Bürgermeister.

„Auch die öffentliche Hand muss und wird ihren Beitrag zum Energiesparen leisten“, erklärt Lukanic. Die Verantwortung für allgemeine Vorgaben sieht er jedoch beim Bund und den Ländern: „Von dort müssen klare Vorgaben kommen, damit es einheitliche Regelungen gibt.“

Belastung für den Haushalt


Allein die Sorge vor einem Gasmangel hat in den vergangenen Wochen und Monaten dazu geführt, dass der Preis für Gas stieg. Auch der Strompreis stieg seitdem an. Dies bewirkt zusätzliche Kosten, die nicht nur die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger, sondern natürlich auch den städtischen Haushalt belasten. „Schon deswegen zahlt es sich aus, den Verbrauch zu senken. Wir sind vorbereitet und werden deshalb schon jetzt im Sommer erste Sparmaßnahmen ergreifen, um für den Winter vorzusorgen“, betont Lukanic.

Dabei werden natürlich nicht alle möglichen Maßnahmen unmittelbar umgesetzt. „Hier werden wir mit Augenmaß und stufenweise agieren“, sagt Lukanic, denn die wirksamen Maßnahmen auf städtischer Seite sind häufig auch die für die Bevölkerung spürbarsten, da sie von den Maßnahmen und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen sind. „Nicht immer wird sich daher ein Komfortverlust verhindern lassen, wollen wir gemeinsam etwas bewirken“, bittet Lukanic um Verständnis – auch bei den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


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