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Erkrankte Flüchtlinge in der Sporthalle Waggum untergebracht



Braunschweig

Erkrankte Flüchtlinge in der Sporthalle Waggum untergebracht


Die Verwaltung teilte mit, dass sich einige Flüchtlinge in der Sporthalle in Waggum befinden, da sich diese mit Windpocken angesteckt hätten. Symbolbild: Balder
Die Verwaltung teilte mit, dass sich einige Flüchtlinge in der Sporthalle in Waggum befinden, da sich diese mit Windpocken angesteckt hätten. Symbolbild: Balder

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Braunschweig. Leser hatten sich in den vergangenen Tagen bei der Redaktion gemeldet und nachgefragt, warum Flüchtlinge in der Sporthalle in Waggum untergebracht werden. Auf Anfrage von RegionalBraunschweig.de, teilte die Verwaltung am Dienstag mit, dass sich Personen mit Windpocken angesteckt hätten und man diese aus der Landesaufnahmebehörde geholt hätte, um weitere Erkrankungen zu vermeiden.

Rainer Keunecke, Pressesprecher Stadt Braunschweig teilte mit: "Die Landesaufnahmebehörde (LAB) hat dem Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig am vergangenen Freitag gemeldet, dass bei neun Flüchtlingen aus dem Sudan Windpocken festgestellt wurden. Um weitere Ansteckungen in der LAB, wo die Flüchtlinge auf engstem Raum untergebracht sind, zu verhindern, wurden die Betroffenen kurzfristig in die Sporthalle der Grundschule Waggum verlegt. Über das Wochenende sind weitere erkrankte Personen aus der LAB in der Halle untergebracht worden. Insgesamt sind derzeit dort 13 Personen untergebracht, darunter ein an Windpocken erkranktes Kind mit seinen nicht erkrankten Eltern. Weder für die in der Schule betreuten Kinder noch für die Anwohner bestand oder besteht eine konkrete Gefahr. Windpocken sind über einen Bereich von fünf Metern Sicherheitsabstand hinaus in der Regel nicht ansteckend. Die meisten der in der Grundschule betreuten Kinder sind überdies gegen Windpocken geimpft. Wer Windpocken einmal gehabt hat, ist dagegen zeitlebens immun. Die Schulkindbetreuung findet weiterhin statt. Ganz auszuschließen ist die Gefahr, sich mit Windpocken anzustecken, im Alltag nie. Eine Begegnung etwa mit einem gerade an Windpocken erkrankten Kind oder Erwachsenen etwa in der Straßenbahn oder im Kaufhaus reicht aus."

Rückkehr in der nächsten Woche


Er gibt aber vorsichtig Entwarnung: "Die in der Sporthalle Waggum untergebrachten Personen, die überwiegend nur Arabisch sprechen, sind durch Dolmetscher gebeten worden, die Unterkunft nicht zu verlassen. Gleichwohl kann der Verbleib in der Halle nicht erzwungen werden. Dies rechtfertigt eine Kinderkrankheit wie Windpocken, die gesetzlich keine Quarantäne erfordert, nicht. Durch den städtischen Gesundheitsdienst in der LAB wurden aktuell Kontaktpersonen gegen Windpocken geimpft. Nach Abklingen der Erkrankungssymptome, voraussichtlich in der nächsten Woche, können die Betroffenen wieder in die LAB zurückkehren. Bei einigen steht die Krankheit bereits jetzt kurz vor der Ausheilung."


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