Region. Das letzte Himmels-Highlight – der Erdbeermond – ist erst wenige Tage her, da steht der Region schon das nächste Spektakel bevor. Bereits im August wird eine Sonnenfinsternis für einen ganz besonderen Anblick sorgen. regionalHeute.de hat die Fakten.
Der Himmel zieht seit jeher die Menschheit in seinen Bann. Bereits um 3000 vor Christus erfassten die Babylonier die Zyklen von Sternen und Planeten. Die Maya in Mittelamerika und die Ägypter erstellten anhand des Himmels erste Kalendersysteme. Besonders der Maya-Kalender erregte im Jahr 2012 Aufmerksamkeit, da Esoteriker aus ihm den Weltuntergang abgelesen haben wollten. Wie wir heute wissen, ist die Welt im Dezember 2012 nicht untergegangen, die Faszination der Menschen für Himmelsereignisse jedoch hält an.
Mythen rund um das Ereignis
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne und verdeckt diese so ganz oder teilweise. Sein Schatten wandert dabei über unseren Planeten. Während solch ein Ereignis die Menschen heutzutage rund um den Globus fasziniert, galt eine Sonnenfinsternis in früheren Zeiten oftmals als schlechtes Omen. Im Hinduismus glaubt man noch heute, dass ein Dämon die Sonne vorübergehend verschluckt, und versucht daher, den schlechten Energien mit Reinigungsritualen und Fasten entgegenzuwirken.
Nicht so selten, wie man denkt
Auch wenn eine Sonnenfinsternis immer etwas ganz Besonderes ist – selten ist sie nicht. Global gesehen finden pro Jahr zwei bis fünf Sonnenfinsternisse statt, eine totale Verdeckung der Sonne ereignet sich statistisch etwa alle 18 Monate irgendwo auf dem Planeten. Eine Grundvoraussetzung ist allerdings, dass Neumond ist. Die letzte totale Sonnenfinsternis ereignete sich am 8. April 2024, war aber von Deutschland aus nicht zu sehen. Am 29. März des vergangenen Jahres konnte man in unseren Breitengraden jedoch eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.
Dann kann man die Sonnenfinsternis sehen
Bereits am 12. August ist es nun wieder soweit. Wer die Totaleklipse beobachten möchte, muss dafür allerdings ein Stückchen reisen: Sie wird lediglich im Norden in Island und Grönland sowie auf dem südeuropäischen Festland in Spanien und auf den Inseln Mallorca und Ibiza zu sehen sein. In der Region kann man sich jedoch auf eine partielle Sonnenfinsternis freuen. Der Beginn des Himmelsspektakels findet hier laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gegen 19 Uhr statt, das Maximum soll gegen 20:07 Uhr eintreten. Damit fällt die Sonnenfinsternis in die Zeit des Sonnenuntergangs und kann besonders eindrucksvoll sein.
Vorsicht bei der Beobachtung
Wenn das Wetter mitspielt und die Sonne sich blicken lässt, sollte man laut BfS einige Schutzmaßnahmen bei der Beobachtung ergreifen. Als sicherste Methode zur Sonnenbeobachtung gilt laut BfS die indirekte Betrachtung mittels Projektionsmethode durch eine Lochkamera (Camera obscura) auf einen Schirm. Aber auch spezielle, für die Sonnenbeobachtung geeignete Schutzbrillen kämen infrage. Ein guter Schutz sei wichtig, da die Sonne die empfindliche Netzhaut der Augen in kürzester Zeit schädigen könne. Besonders gefährlich sei auch die direkte Beobachtung der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras. Handelsübliche Sonnenbrillen seien ebenso ungeeignet.

