FDP fordert: Schulentwicklung nicht zu Lasten der Schüler


Foto: Privat



Wolfenbüttel. Die kommunalen FDP-Mandatsträger Rudolf Ordon und Björn Försterling fordern im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Schulentwicklung im Landkreis Wolfenbüttel eine sachliche Diskussion aller Beteiligten unter Ausblendung von ideologischen Ansichten.

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir ein breites regionales Angebot sicherstellen können und dazu gehört auch Standorte zu erhalten und nicht zu schließen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt favorisieren wir daher die Errichtung von Oberschulen“, so der Kreistagsabgeordnete Björn Försterling. Diese könnten auch zweizügig pädagogisch hochwertig arbeiten und bieten den Standorten damit eine längerfristige Perspektive. „Bei zahlreichen Besuchen von zweizügigen Oberschulen in Niedersachsen konnte ich mich von der möglichen Qualität der Arbeit überzeugen“, so Försterling, der zugleich auch bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion ist.

Die Liberalen erinnerten daran, dass sie bereits bei der Errichtung der zweiten Gesamtschule in Wolfenbüttel davor gewarnt hatten, dass die Gesamtschulen in der Kreisstadt Wolfenbüttel zu viele Schüler aus dem ländlichen Raum abzögen. „Darunter leiden heute Standorte wie Remlingen und Schöppenstedt“, so Rudolf Ordon, Ratsherr der Stadt Wolfenbüttel. „Dadurch sind die Standort in ihrem Fortbestehen gefährdet, es sei denn es würde jetzt gehandelt“, so Ordon weiter. Mit der Oberschule würden den Schülern dieselben Optionen offenstehen, wie an einer Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe. „Und jede neue Gesamtschule im ländlichen Raum wird eine Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe sein“, so Försterling. Bei einer Dreizügigkeit im Sekundarbereich I würden keine 54 Schüler für die Oberstufe erreicht werden. „Zumal das Angebot einer solchen Oberstufe ein Schmalspurangebot wäre. Eine Vielzahl von Kursen lasse sich nur durch die Kooperation erreichen“, so Rudolf Ordon.

Die beiden Liberalen erinnerten abschließend daran, dass man bereits im Jahr 2012 die Schulstandorte Remlingen, Schöppenstedt und Baddeckenstedt hätte absichern können. „Hier gab es den Wunsch sich zur Oberschule weiterzuentwickeln. Zum damaligen Zeitpunkt hätte beim Land keine Schülerprognose vorgelegt werden müssen und die Genehmigungen wären erteilt worden. Heute sieht das anders aus“, so Försterling. Er ärgert sich vor allem darüber, dass Rot-Grün die Oberschulen damals nur aus landespolitischen Gründen abgelehnt habe. „Aus ideologischen Gründen sollte es vor der Landtagswahl keine positiven Beschlüsse zur Oberschule geben. Solche Fehler aus ideologischen Gründen dürfen sich jetzt nicht wiederholen“ mahnen die FDP-Vertreter Rudolf Ordon und Björn Försterling.


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