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Feuerwehr Groß Stöckheim hat jetzt eine Wärmebildkamera

von Alexander Dontscheff


Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Stöckheim sowie einige der Sponsoren waren gekommen, um die neue Wärmebildkamera zu begutachten. Fotos: Alexander Dontscheff
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Stöckheim sowie einige der Sponsoren waren gekommen, um die neue Wärmebildkamera zu begutachten. Fotos: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

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16.03.2017

Wolfenbüttel. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Stöckheim ist jetzt in der Lage, Personen oder Brandherde schneller zu orten. Möglich macht es eine Wärmebildkamera, die mit Hilfe von Spenden angeschafft werden konnte.



"Drei, vier Jahre haben wir uns um so eine Kamera bemüht", berichtet Ortsbrandmeister Marco Bachmann. "Von der Stadt Wolfenbüttel haben wir keine bekommen, denn wir sind nur eine Feuerwehr mit Grundausstattung. Da gehört eine Wärmebildkamera nicht dazu."


Der blaue Aufkleber mit den Buchstaben WBK zeigt an, dass der entsprechende Träger an der Wärmebildkamera geschult wurde. In Groß Stöckheim sind dies bereits fünf Kameraden. Foto: Dontscheff


Brandherde lokalisieren


"Den letzten Anstoß gab uns der Scheunenbrand im August letzten Jahres (regionalHeute.de berichtete), wo wir vier Mal zum Nachlöschen ausrücken mussten", ergänzt Jens Dube, stellvertretender Ortsbrandmeister. "Mit einer Wärmebildkamera hätten wir die Brandherde viel schneller lokalisieren können."

Es geht um Menschenleben


Doch in erster Linie geht es um Menschenleben. "Mit der Kamera finden wir Personen - etwa in einer verrauchten Wohnung oder wenn sich ein Kindunter dem Bett versteckt - deutlich schneller", erläutert Gruppenführer Manuel Jäkel. Im Durchschnitt benötige man ohne Kamera 17 Minuten eine Person zu finden, mit Kamera nur zwei, so Jäkel. Und in einer verrauchten Umgebung könne jede Minute entscheidend sein.


Gruppenführer Marco Fricke, Marco Bachmann, Jens Dube und Manuel Jäkel (v. li.). Foto: Dontscheff



Sonderanfertigung für die Feuerwehr


Die Wärmebildkamera vom Typ Flier K2 ist eine Sonderanfertigung für die Feuerwehr, bis 300 Grad Celsius einsetzbar, leicht zu handhaben und bruchsicher aus bis zu zwei Meter Höhe. Mit der Kamera lässt sich nach einem Unfall auch feststellen,wieviele Personen im Wagen gesessen haben und nach wie vielen man gegebenenfalls suchen muss. Darüber hinaus kann sie zum Beispiel auch Gefahrengutreste auf menschlicher Haut oder Öl auf Gewässern erkennen.


Die Kamera zeigt auch ein glühendes Stück Holz unter Steinen an. Foto: Dontscheff


Große Spendenbereitschaft


Die Gesamtkosten für das Gerät samt Ladestation für das Fahrzeug belaufen sich auf 1.800 Euro. Der Ortsrat Groß Stöckheim gab 300 Euro dazu. Der Rest wurde gespendet - einerseits von ortsansässigen Firmen (Raschke Innenausstattung, Sanitär Brandes, Bremsen Brandes, Sanitär Schäffer & Walcker), andererseits von Privatpersonen (Pfarrer Martin Granse, sowie ein Bürger, dessen Tier von der Wehr gerettet worden war). Auch die Feuerwehr selbst beteiligte sich mit einer Büchsensammlung.

Gruppenführer Manuel Jäkel erklärt die Kamera:




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