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Feuerwehr musste Mann von Baukran retten


Die Feuerwehr musste einen Mann von einem Baukran retten. Fotos: Feuerwehr Wolfenbüttel
Die Feuerwehr musste einen Mann von einem Baukran retten. Fotos: Feuerwehr Wolfenbüttel

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30.09.2017

Wolfenbüttel. Am heutigen Sonnabendmorgen gegen 5:27 Uhr musste die Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken. Ein Mann meldete sich bei der Leitstelle und erklärte, er würde auf einem Baukran sitzen und nicht mehr herunterkommen. Bevor der Mann gerettet werden konnten, lief aber zunächst eine größere Suchaktion an.



Die diensthabenden Bereitschaftskreise, der Brandmeister vom Dienst und der DRK Rettungsdienst wurden mit dem Einsatzstichwort "Person Höhe/Tiefe" alarmiert. Mit dieser Meldung wird immer dann alarmiert, wenn sich ein Mensch zum Beispiel erkrankt in einem Schacht, Baugrube oder auf einem Baugerüst befindet. Auch in diesem Fall galt es einen hilflosen Mann zu retten. Dieser meldete, er befindet sich auf einem Baukran, käme jedoch nicht mehr herunter. Was folgte war ein Einsatz, verbunden mit einer größeren Suchaktion, denn den genauen Bereich in Wolfenbüttel konnte er nicht nennen.

Suche nach dem Mann



Mit der Drehleiter wurde der Mann vom Kran geholt. Foto:



Die Mitarbeiter der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) führten daher eine Ortung des Telefons durch - mit dem Ergebnis "Ahlumer Straße/Schweigerstraße". Hierhin wurden die Einheiten dann alarmiert, die ersteintreffende Drehleiterbesatzung erkundete zunächst im Baugebiet an der Ahlumer Straße, dort gab es allerdings keinen Baukran - die weiteren Kontrollen an der Schweigerstraße durch die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs und des Brandmeister vom Dienst an der Baustelle "Am Rodeland" kamen zu dem Ergebnis, dass sich dort kein Mensch in den Kabinen der Kräne aufhält. Währenddessen hatten die Disponenten der IRLS den hilfesuchenden Mann noch am Telefon und versuchten herauszufinden, wo er sich denn nun befindet. Er kletterte seinen Angaben nach in Partylaune auf eben diesen Kran und traut sich nun nicht mehr herunter. Für die Rettungskräfte um BvD Uwe Frobart eine sehr komplexe Aufgabe - galt es doch auf der einen Seite schnell genug zu sein, um den Anrufer zu retten, auf der anderen Seite mussten diverse Baukräne kontrolliert werden. Während der Suche kam dann über Funk von der IRLS der Hinweis auf einen großen Einkaufsmarkt an der Halchterschen Straße und die Vermutung der Einsatzkräfte, es könne sich auch um einen Baukran im Bereich des Brückenneubaus handeln. Es war die Besatzung der Drehleiter (DLK)), die dort auf der Kontrollfahrt den jungen Mann antraf - bereits von dem Baukran herunterkletternd. Mit Hilfe einer Steckleiter des nachgerückten HLF wurde er dann sicher auf den Erdboden geleitet und zunächst von der Besatzung des Rettungswagens (RTW) gesichtet, ehe er in die Obhut der Polizei übergeben wurde.

Gefährlicher Zeitvertreib


Der Einsatz für die Feuerwehreinheiten war hiermit beendet. "Die Feuerwehr warnt in diesem Zusammenhang vor dem Leichtsinn, einen Baukran, ein Gerüst oder einen Turm zu besteigen. Egal aus welchen Beweggründen, es birgt immer wieder Gefahren und wie in diesem Beispiel heute Morgen, rücken Einsatzkräfte mit einer gewissen Anspannung aus, kann es doch aufgrund von Angst- und Panikreaktionen dieser Menschen in der Höhe auch zu gefährlichen Situationen kommen. Unter Umständen müssen noch Spezialeinheiten wie zum Beispiel eine Höhenrettungsgruppe zum Einsatz kommen" lautet das Fazit von Tobias Stein, Pressesprecher Feuerwehr Wolfenbüttel. Und Einsatzleiter Uwe Frobart ergänzt: "Klettertouren auf Baukräne sind teurer als im Kletterpark seinen Spaß zu haben".


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