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Gelungene Jubiläumsfeier am Heimathaus



Wolfenbüttel

Gelungene Jubiläumsfeier am Heimathaus


Dorothee Schacht bedankte sich beim Gründungsmitglied Annemarie Pfeuffer mit einem Blumenstrauß.
Fotos: Förderkreis Heimathaus Alte Mühle Schladen e.V.
Dorothee Schacht bedankte sich beim Gründungsmitglied Annemarie Pfeuffer mit einem Blumenstrauß. Fotos: Förderkreis Heimathaus Alte Mühle Schladen e.V.

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Schladen. Zur Jubiläumsfeier am Pfingstsonntag hatte der Verein alle Vereine und Interessierte in den Krühgarten vorm Heimathaus Alte Mühle in Schladen eingeladen, dem viele bei wunderbarem Sommerwetter folgten. Um 18 Uhr begann dort der ökumenische Festgottesdienst mit Pastorin Achak und Herrn Schulte.



Mit modernen Liedern und einem sehr stimmungsvollen Gottesdienst unter dem grünem Blätterdach des Krühgartens sprachen sie vielen aus der Seele. Dazu kam die musikalische Begleitung von Anja und Uwe Klußmann mit Keybord, Gesang und Saxophon. Dieses bildete einen gelungen Auftakt für die anschließende Feierstunde.

Nach der Begrüßung von der Vorsitzende Dorothee Schacht, überbrachte Bürgermeister Wiechens dem Förderkreis die besten Wünsche der Gemeinde und stellte die große Bereicherung heraus, welche das Heimathaus und die vielen Aktivitäten des Förderkreises für die Schladener Bürger bedeuten. Zur Anerkennung und Unterstützung für die weitere Arbeit überreichte er der Vorsitzende einen Scheck.


Dann folgten auch herzliche Glückwünsche von den Vereinen. Förderkreis Museum Hornburg, von der Kolpingfamilie Schladen, MTV Jahn Schladen, Schladener Seniorenkreis, Förderverein Freibad Schladen, der Schladener Feuerwehr, Partnerschaftsverein Schladen, dem SoVD und von den Schladener Parteien SPD und CDU.

Die Vorsitzende bedankte sich herzlich bei allen für die Glückwünsche und übergebenen Aufmerksamkeiten. Dann gab sie einen kurzen Überblick die Geschichte des Heimathauses.


Nachdem der ehemalige Gemeindedirektor Adolf Reinecke 1966 in Pension gegangen war, konnte er mit Otto Töpfer die Alte Mühle als Heimathaus einrichten, da die Gemeinde das Gebäude auf seinen Wunsch erworben hatte. Dabei war ihm besonders die Funde von der Pfalz Werla wichtig. In einem Protokoll vom 17.05.1968 heißt es: „ …... Das Heimathaus soll ein Spiegelbild der Schladener Geschichte, vornehmlich ein Informationszentrum über die Werla werden.....“ Am 26. Juni 1968 konnte er dann das Heimathaus eröffnen. Als er 1977 erkrankte und starb, musste das Heimathaus geschlossen werden. Im Frühjahr 1978 wurde von Rat der Gemeinde eine Bürgerversammlung veranstaltet. Dort fanden sich dann Bürger zu einem Arbeitskreis zusammen, der dann die Vereinsgründung vorbereitete.


Musikalische Begleitung von Anja und Uwe Klussmann Foto:



Am 18.07.1978 wurde dann der Förderkreis „Heimathaus Alte Mühle“ Schladen gegründet.

Die erste Vorsitzende war Gertraude Steckhan, ihr folgte Alfred Müller. Nach seinem Tod übernahm Walter Block, dem dann Peter Brandes folgte, ehe ich 2010 den Vorsitz übernahm.

Zuerst war nur das Erdgeschoss Museum, da die obere Etage noch voll als Wohnung genutzt wurde. Als Pfeuffers auszogen, wurde der Kirchenraum im Obergeschoss eingerichtet und später bekam Leo von Klenze im Nachbarraum, der vom Büro abgetrennt wurde, seine eigene Ausstellung. 2002 wurde dann der Archäologieraum von Wolf-Dieter Steinmetz neu gestaltet.

Als Dorothee Schacht 2010 dann den Vorsitz übernahm, war die Hausmeisterwohnung oben leer. Von der Gemeinde wurden dem Verein auch diese Räume als Ausstellungsräume zur Verfügung gestellt. Bis 2005 renovierte, dämmte und baute der Arbeitskreis die Räume um. Dort entstanden ein Raum der Schladen Geschichte, ein Raum für Schladener Vereine, ein Kulturraum und der Handwerkerraum. Damit hatten sie unten Platz die Räume zu erneuern und das Wohnen um 1900 mit guter Stube, Küche, Waschküche und Schlafzimmer mit Kinderecke einzurichten.

Dorothee Schacht freue sich besonders darüber, dass dieses zum Jubiläum gelungen ist.


Im lauschigen Krühgarten feierten alle den ökonomischen Gottesdienst Foto:



Alle großen und kleinen Umbaumaßnahmen wurden vom Arbeitskreis, mit teilweise sehr wenigen Aktiven, ausgeführt, denen sie allen hier auch noch einmal ganz herzlich dankte. Die Kosten des Innenausbaues trug der Verein alleine, z.B. von den Mühlenfesten und durch Spendengelder. Allen Spendern sei Dank. Die Gemeinde als Eigentümer des Hauses kümmert sich um den Erhalt des Gebäudes und unterstützt den Förderkreis zu großen Teilen bei den laufenden Kosten, wofür sie auch dankte.

Als große Freude bezeichnete sie es, dass im Verein noch die Gründungsmitglieder Brigitte von Bila, Gustel Lüttgau, Annemarie Pfeuffer, Achim und Dieter Schreier sind. Ohne sie hätte es diese Feier ja nie gegeben. Aber auch andere Mitglieder haben fast von der ersten Stunde mit gearbeitet, wie z.B. Riitta Blaue, Edith Oldhafer oder Brigitte Tietz.

Bei dem anwesenden Gründungsmitglied Annemarie Pfeuffer bedankte sie sich im Namen des Förderkreises mit einem prächtigen Blumenstrauß. Annemarie Pfeuffer betonte erfreut, dass sie die Anfänge hautnah mit erlebt hatte und ihr die Arbeit im Arbeitskreis immer auch Spaß gemacht hatte. Trotz ihres veränderten Wohnsitzes wird sie dem Heimathaus immer verbunden sein.

Am 5. August wird die Geschichte der Alten Mühle und des Förderkreises noch in einer Sonderausstellung mit vielen Fotos und Exponaten vertieft. Dieses Datum sollten sich alle Interessierte schon einmal merken.


Livekonzert der regionalen Band Solid Punch der Familie Hübner als Abschluss. Foto:



Im Anschluss an die Feierstunde gab es ein Livekonzert der regionalen Band Solid Punch der Familie Hübner mit internationalen Liedern, wie Proud Marie von CCR, Old Time Rock n Roll von Bob Seger, Sweet child o´ Mine oder Locomotive Breath von Jethro Tull animierten manchen zu einem Tänzchen. Aber auch die Lieder, die Angela Hübner selbst gedichtet und komponiert hatte, wie Eiszeit, Sweet Little Fifty oder Nicht Normal, kamen auch gut an.

So ging einer stimmungsvoller Abend im lauschigen Krühgarten in der blauen Stunde zu Ende.


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