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Geopark-Hilfe: Kreistag macht Druck auf Landesregierung



Wolfenbüttel

Geopark-Hilfe: Kreistag macht Druck auf Landesregierung

von Nick Wenkel


Frank Oesterhelweg bei seinen Ausführungen im Kreistag. Fotos: Nick Wenkel
Frank Oesterhelweg bei seinen Ausführungen im Kreistag. Fotos: Nick Wenkel

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Wolfenbüttel. Der Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel bittet die Landesregierung, die im Koalitionsvertrag verabredete Unterstützung der Geo- und Naturparke durch eine moderate institutionelle Förderung ab dem Jahr 2019 umzusetzen. Einer entsprechenden Resolution stimmten die Kreistagsmitglieder in ihrer heutigen Sitzung einstimmig zu.



Die betroffenen beiden Geoparks „Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen“ und „TERRA.vita“ sowie die 14 niedersächsischen Naturparke sollen dabei die Möglichkeit bekommen, ihre vielfältigen Aufgaben in vollem Umfang erfüllen zu können. Initiiert wurde die Resolution von der CDU-Kreistagsfraktion. Frank Oesterhelweg, Vizepräsident des niedersächsischen Landtags, erinnerte die Kreistagsmitglieder daran, dass die Unterstützung der Geo- und Naturparks zwar Bestandteil des Koalitionsvertrags ist, dieser aber über eine Dauer von fünf Jahren geht. Das ist Oesterhelweg zu lang. „Die Parks brauchen aber jetzt Geld", so der CDU-Kreisvorsitzende. Vor allem sei das Geld gut angelegt. Es gebe unheimlich viele Argumente, die dafür sprechen würden, die Arbeit der Parks zu unterstützen. Hier gehe es zum einen um Naturschutz, zum anderen aber auch um internationale Begegnungen. „Wenn man guckt, wie das andere Nationen machen, ist es in Deutschland ausbaufähig", ergänzteOesterhelweg in Richtung Berlin. Der CDU-Politiker ist vor allem davon begeistert, wie die Parks das ehrenamtliche Engagement ankurbeln. Die Ehrenamtlichen würdentolle Projekte auf den Weg bringen und einen wesentlichen Beitrag zur vorschulischen, schulischen und zur Allgemeinbildung beitragen.

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Die Mitglieder des Kreistages stimmten einheitlich zu. Foto:



Unterstützung aus dem Kreistag


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Björn Försterling. Foto: Nigel Treblin



Unterstützung bekam Oesterhelweg von seinen Kreistagskollegen. Hilmar Nagel (Bündnis 90/Die Grünen) und auch Falk Hensel (SPD) stimmten ihrem Vorredner zu und hoffen auf eine schnelle, finanzielle Untersützung der Geo- und Naturparks.



Lediglich an der Formulierung des Antrags gab es noch Verbesserungsvorschläge. In der Beschlussvorlage heißt es: „Der Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel bittet die Landesregierung, die im Koalitionsvertrag verabredete Unterstützung der beiden bestehenden Geoparks „Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen“ und „TERRA.vita“ sowie der 14 niedersächsischen Naturparke durch eine moderate institutionelle Förderung ab dem Jahr 2019 umzusetzen, damit diese ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen können." Björn Försterling schlug vor, den Antrag nicht nur an die Landesregierung, sondern insbesondere auch an die Fraktionen zu richten. Diese hätten nunnämlich die Zügel in der Hand. Hilmar Nagel kritisierte zudemdie Begrifflichkeit „moderat". Übersetzt bedeute es „gemäßigt schnell", aus Sicht von Nagel aber eben nicht schnell genug. Abgeändert wird die Begrifflichkeit allerdings nicht.


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