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Geschwister von Kindern mit Behinderungen standen im Mittelpunkt



Wolfenbüttel

Geschwister von Kindern mit Behinderungen standen im Mittelpunkt


Auch in diesem Jahr sollen weitere Geschwistertreffen stattfinden. Foto: DRK
Auch in diesem Jahr sollen weitere Geschwistertreffen stattfinden. Foto: DRK

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Wolfenbüttel. Ein erlebnisreiches Wochenende nur für Geschwister – in Wolfenbüttel ist das fast schon Tradition. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) haben am vergangenen Wochenende bereits zum vierten Mal eine Gruppe von Kindern zusammengestellt, die mit unterschiedlich beeinträchtigten Geschwistern aufwachsen.

Gemeinsam mit der Erlebnispädagogin Anke Kossak ging es bei diesem gemeinsamen Outdoor-Wochenende vor allem um das Erleben von Gemeinschaft, um Naturerlebnisse, Spaß und Spiel. 11 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren waren in der Waldhütte Eickhorst des Walderlebniszentrums Riddagshausen zu Gast. Bepackt mit warmen Klamotten machte sich die Gruppe auf in den Wald. Nach den ersten Erkundungen der Umgebung wurde gemeinsam ein Lagerfeuer entfacht, um darauf die „leckerste Gemüsesuppe“ zu kochen, wie Luca und Finja begeistert feststellten. Auch der Stockbrot-Teig wurde von fleißigen Kinderhänden selbst geknetet und über das Feuer gehalten. Auch beim Herstellen der eigenen Suppenschüssel mithilfe von heißer Glut waren alle Kinder eifrig bei der Sache. Unterstützt wurde das Team des DRK noch zusätzlich von Mitarbeitern der „Deutsche Bank“ Filiale in Wolfenbüttel. Bereits seit einigen Jahren unterstützen sie die Aktivitäten des ITZ nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern vor allem auch mit tatkräftiger Hilfe. „Es war wie immer toll“, freut sich Frauke Höcker. Die Dipl.-Pädagogin arbeitet beim DRK Wolfenbüttel als Therapeutin für Menschen mit Autismus und organisiert im ITZ die Angebote für Geschwister. „Hand in Hand und mit viel Engagement schaffen wir es immer gemeinsam, für die Geschwisterkinder ein aufregendes Wochenende zu gestalten.“

Es fanden auch Gespräche über den Familienalltag aus Kindersicht statt – aber immer nebenbei, sofern die Kinder darüber sprechen wollten. Als Schwester oder Bruder eines behinderten Kindes oder Jugendlichen sind sie im Alltag in einer besonderen Situation. „Für die Kinder ist es hilfreich, wenn sie erfahren dass es auch anderen so geht“, erklärt Frauke Höcker.


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