Gewerkschaft NGG fordert höheres Kurzarbeitergeld

Die Gewerkschaft verlangt einen Corona-Schutzschirm für Beschäftigte im Gastgewerbe.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Region. Leere Hotels, geschlossene Restaurants: Das neuartige Coronavirus trifft Betriebe im Gastgewerbe besonders hart und damit auch die Arbeitnehmer der Branche. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) in einer Pressemitteilung hin – und fordert einen Corona-Schutzschirm.


„Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zu Hause bleiben. Zwar bekommen sie Kurzarbeitergeld. Das liegt aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens. Für viele Betroffene geht das an die Existenz“, sagt Katja Derer von der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. Ziel müsse sein, die Einbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Im Fokus stünden dabei auch Lebensmittelbetriebe: Hier setzt sich die NGG dafür ein, zusammen mit den Arbeitgebern zu betrieblichen Lösungen zu kommen.

Das neue Kurzarbeitergeld wäre in der vergangenen Woche im Rekordtempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet worden. Danach übernehme die Bundesagentur rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen seien. Außerdem habe die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zugesagt. „Gastronomen und Hoteliers sollten einen Teil der Hilfen für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes einsetzen. Damit können auch Fachkräfte gehalten werden – die man nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder braucht“, so Derer. Was Beschäftigte jetzt wissen müssen – von der Kinderbetreuung bis zur Lohnfortzahlung – hat die NGG im Netz zusammengefasst: www.ngg.net/corona


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