Gifhorn. Den Ehrenamtlichen in Gifhorn fehle es an Räumen für ihre Vereinstätigkeiten. Das soll sich jetzt ändern, kündigt die Stadt in einer Pressemitteilung an.
Mit der Auflösung des Männerchors Gifhorn bietet sich die Gelegenheit, das ehemalige Sängerheim in ein „Haus der Vereine“ umzuwandeln, um damit die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement nachhaltig zu verbessern. Selbstverständlich soll der Heidechor Gifhorn-Neubokel, der das Sängerheim zusammen mit dem Männerchor gemeinschaftlich gebaut und genutzt hatte, dies auch weiterhin tun. Die Vorsitzende des Heidechor Gifhorn-Neubokel, Elke Hoffrichter, begrüßt das Vorhaben. „Solch eine Lösung ist perfekt“, sagt sie.
Ideale Bedingungen für ein "Haus der Vereine“
Das bisherige Sängerheim auf dem Schützenplatz der Stadt Gifhorn ist zentral gelegen, gut erreichbar, mit ausreichenden Parkmöglichkeiten und bietet sich damit ideal als „Haus der Vereine“ an. „In vielen Gesprächen habe ich immer wieder gehört, dass es keine Orte mehr gibt, an denen man sich treffen kann. Für mich stand deshalb schon länger fest: Nach dem Haus der Wirtschaft muss ein Haus der Vereine kommen. Ehrenamtliches Engagement braucht Raum, um zu wachsen. Dass wir das jetzt ermöglichen können, finde ich großartig“, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich.
Das soll das Gebäude bieten:
Ein großer Veranstaltungsraum bietet Platz für bis zu 50 Personen. Er soll flexibel nutzbar sein für Vereinsversammlungen, Workshops und sonstige Veranstaltungen. Den Vereinen stehen Büro- und Lagerflächen mit abschließbaren Schränken zur Verfügung, wobei die Einbauschränke bereits vorhanden sind. Der Küchenbereich dient der gemeinschaftlichen Nutzung. Hinsichtlich der sanitären Einrichtungen prüft die Stadt derzeit noch, ob eine Zusam-menlegung mit den sanitären Einrichtungen des Schießsportzentrums möglich ist.
Für das Haus der Vereine sei kein grundlegender Umbau erforderlich. Die vorhandenen Räume müssen lediglich durch kleinere Veränderungen an die künftige Nutzung angepasst werden.
Das Haus soll allen anerkannten Vereinen der Stadt Gifhorn zur Verfügung stehen und könne sowohl für einmalige Veranstaltungen als auch für regelmäßige Termine gebucht werden. Private Feiern und gewerbliche Nutzungen werden nicht möglich sein.
Derzeit werde ein Buchungskonzept erstellt, das eine transparente, faire und nutzerfreundliche Vergabe der Räume an die Vereine ermöglichen soll. Dieses Buchungskonzept bildet die Grundlage für die Benutzungssatzung, die noch erstellt werden müsse. Für die gebuchten Räumlichkeiten zahlen die Vereine ein geringes Nutzungsentgelt und eine Betriebskostenpauschale.
Die Stadt übernimmt die Kosten für den Gebäudebetrieb, die Reinigung, den Hausmeister- und Winterdienst sowie den Mehraufwand für die Verwaltung des Buchungsportals. Die offizielle Übernahme des Sängerheims durch die Stadt Gifhorn erfolgt zum 1. Juli.
Nach Abschluss der organisatorischen Vorbereitungen steht das Haus dann den Vereinen zur Verfügung. Das wird voraussichtlich Ende 2026/Anfang 2027 der Fall sein, teilt die Verwaltung mit.

