Feuerwehrzentrale entspricht Ansprüchen nicht mehr: So soll es weitergehen

Die Zentrale soll ausgebaut und zum Bevölkerungsschutzzentrum weiterentwickelt werden.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Gifhorn. Der Landkreis Gifhorn will die Weichen für die Zukunft des Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes stellen: Für die Weiterentwicklung der bisherigen Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) am Standort Im Heidland 41 in Gifhorn wurde eine Machbarkeitsstudie zur zukünftigen baulichen und funktionalen Ausgestaltung in Auftrag gegeben, um festzustellen, ob und wie das Raumprogramm auf dem bestehenden Grundstück abgebildet werden kann, erklärt der Landkreis in einer Pressemitteilung. Unter dieser Voraussetzung könnten demnach die weiteren erforderlichen Planungsschritte eingeleitet werden.



Die Ende der 1970er-/Anfang der 1980er-Jahre errichtete Technische Kreisfeuerwehrzentrale entspricht hinsichtlich ihrer funktionalen Abläufe und ihrer baulichen Rahmenbedingungen nicht mehr den heutigen Anforderungen an das Kreisfeuerwehrwesen sowie den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz


Ursprünglich als reine Feuerwehrtechnische Zentrale geplant, hat sich die Liegenschaft über die vergangenen Jahrzehnte zu einem zentralen Standort für zahlreiche Aufgabenbereiche entwickelt. Neben der Material- und Gerätewartung sowie der Vorhaltung verschiedener Spezialfähigkeiten im Bevölkerungsschutz dient die Einrichtung unter anderem als Ausbildungsstätte für technische Feuerwehrlehrgänge, als Standort der Einsatzleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie als Hauptsitz des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Gifhorn.

Außerdem sind dort derzeit 34 Mitarbeiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst und Gewerbe tätig. Um dieser Entwicklung auch künftig gerecht zu werden, soll die Einrichtung in Zukunft offiziell unter der Bezeichnung „Bevölkerungsschutzzentrum“ geführt werden. Landrat Philipp Raulfs betont die Bedeutung des Vorhabens: „Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz haben für mich oberste Priorität. Es ist mir wichtig, dass alle Beteiligten von Anfang an eng eingebunden werden, damit ein Bauprojekt entsteht, das den vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen aller Nutzerinnen und Nutzer gerecht wird.“

„Das neue Bevölkerungsschutzzentrum bietet der Kreisfeuerwehr Gifhorn neue und sehr gute Ausbildungs- und Unterrichtsmöglichkeiten für unsere Feuerwehren. Dies hilft uns zukünftig noch mehr, eine bedarfsgerechte Ausbildung für unsere Feuerwehren anzubieten und effektiv umzusetzen. Durch die Schaffung einer modernen und zukunftsweisenden Fahrzeughalle stehen der Kreisfeuerwehr und dem Katastrophenschutz gut geordnete Stellplätze für Fahrzeuge, Anhänger, Abrollbehälter, Rollwagen und weitere Gerätschaften zur Verfügung“, sagt Kreisbrandmeister Jens Dieckmann.

„Ein Bevölkerungsschutzzentrum ist mehr als ein Gebäude – es ist ein sichtbares Versprechen von Sicherheit, Zusammenarbeit und Verantwortung für die Menschen im Landkreis“, sagt Dirk Wegmeyer, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungswesen.

„Hervorragend finde ich, dass das künftige Bevölkerungsschutzzentrum energetisch und technisch autark ist und unabhängig agiert werden kann“, hebt Friedrich Lührs, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Bau, Energie und Regionalplanung, hervor.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden jetzt in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauwesen, Energie und Regionalplanung sowie des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungswesen vorgestellt. Der Ausschuss für Haushalt und Controlling wird am 9. Juni in die Beratungen eingebunden.

Nach Vorliegen einer ergänzenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist nach der Sommerpause 2026 eine weitere Beratungsfolge vorgesehen. Aufgrund der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich wird eine intensive fachliche und politische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen erfolgen.

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