Meinersen. Etwa 300 Altreifen wurden kürzlich in einem Waldstück bei Gilde nahe der Kreisstraße 35 illegal entsorgt. regionalHeute.de berichtete. Rechtswidrig entsorgte Abfälle wie diese sind kein Kavaliersdelikt – darauf weist der Landkreis Gifhorn nun in einer Pressemitteilung hin.
Die Menge der bei Gilde abgelegten Reifen entspreche der eines Sattelzuges. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine mit offensichtlich krimineller Energie durchgeführte Handlung", bilanziert Kreisrätin und Umweltdezernentin Ute Spieler. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet. Je nach Ausgang des Verfahrens werde es teuer für den Verursacher oder die Verursacherin: Bei einem Bußgeldverfahren könne ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro verhängt werden. In diesem Fall seien allerdings weitere Aspekte relevant: Die Fläche befindet sich im Landschaftsschutzgebiet „Gifhorner, Winkeler und Fahle Heide und angrenzende Landschaftsteile“, das ebenfalls beeinträchtigt worden sei. Dahinterliegende Flurstücke hätten zudem nicht mehr erreicht werden können, die Altreifen versperrten den Waldweg auch für Einsatzfahrzeuge.
Polizei bittet um Hinweise
Illegal entsorgte Abfälle seien leider kein Einzelfall. Im Jahr 2025 seien im Landkreis Gifhorn allein zwölf Tonnen Reifen eingesammelt worden, das entspreche ungefähr der in diesem Fall entsorgten Menge an Altreifen. Die Polizei in Meinersen führt die Ermittlungen und bittet unter der Telefonnummer 05372/97330 um sachdienliche Hinweise. "Illegal entsorgte Abfälle in der freien Landschaft können Bürgerinnen und Bürger jederzeit über die Abfall-App des Landkreises Gifhorn melden. Auch Hinweise auf mögliche Verursacherinnen oder Verursacher werden verfolgt, um diese in die Verantwortung nehmen zu können", sagt Ute Spieler. Weitere Informationen zur Abfall-App erhalten Interessierte online.

