Wittingen. Dichter Rauch – dargestellt durch eine Nebelmaschine – dringt aus dem Gebäude einer Tagespflegeeinrichtung, eine Mitarbeiterin wird vermisst und weitere Bewohner machen sich auf der Gebäuderückseite bemerkbar. Mit diesem Szenario wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wittingen im Rahmen ihrer regulären Zugübung am gestrigen Donnerstagabend konfrontiert.
Die von den Zugführern ausgearbeitete Übung fand in den Räumlichkeiten der Wittinger Diakoniestation statt. Gegen 19 Uhr erfolgte zunächst die Einteilung der rund 30 teilnehmenden Einsatzkräfte am Feuerwehrgerätehaus, bevor diese mit dem Löschzug zum Übungsobjekt ausrückten, wie Bjarne Wegmeyer, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Gifhorn, in einer Pressemitteilung berichtet.
Vor Ort stellte sich den Feuerwehrkräften die Lage eines angenommenen Brandes innerhalb des Gebäudes dar. Eine Mitarbeiterin galt als vermisst und musste durch Atemschutztrupps im Gebäude gesucht und gerettet werden. Parallel dazu machten sich weitere Personen auf der Gebäuderückseite bemerkbar, die aufgrund des angenommenen Brandereignisses das Gebäude nicht mehr eigenständig verlassen konnten.

Der Angriff erfolgte über eine Drehleiter. Foto: Bjarne Wegmeyer, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Gifhorn
Menschenrettung im Fokus
Die Einsatzleitung übernahm Denis Jaworski in seiner Funktion als Zugführer Brandbekämpfung der Feuerwehr Wittingen. Die Menschenrettung auf der Gebäuderückseite wurde durch Ortsbrandmeister Carsten Seer als Abschnittsleiter koordiniert. Hier kamen sowohl die Drehleiter als auch Steckleitern zum Einsatz, um die betroffenen Personen in Sicherheit zu bringen. Den Einsatzabschnitt Innenangriff und Brandbekämpfung leitete Christoph Zahrte. Von der Gebäudefront aus koordinierte er den Einsatz der Atemschutztrupps sowie die Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Neben der Menschenrettung stand auch die Brandbekämpfung im Gebäude im Fokus der Übung. Nach der Lokalisierung des angenommenen Brandherdes wurde das Gebäude mittels Belüftungsmaßnahmen vom Übungsrauch befreit, um die Räumlichkeiten wieder rauchfrei zu bekommen.
Analyse im Anschluss
Im Anschluss an die praktische Übung trafen sich die Einsatzkräfte gegen 20:30 Uhr zu einer ausführlichen Nachbesprechung direkt am Übungsobjekt. Dabei wurden die einzelnen Maßnahmen sowie der gesamte Übungsverlauf kritisch analysiert und bewertet, um gewonnene Erkenntnisse in die zukünftige Ausbildung einfließen zu lassen. Die Feuerwehr Wittingen bedankte sich bei der Diakonie für die Bereitstellung des Übungsobjektes und die damit verbundene Unterstützung bei der Durchführung der Übung.
Solche realitätsnahen Übungsmöglichkeiten seien ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte und würden dazu beitragen, auf Einsätze im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

